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2 (1815)
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P h i l i n e.

Singet nicht in TrauertönenVon der Einsamkeit der Nacht,

Nein, sie ist, o holde Schönen,

Zur Geselligkeit gemacht.

Wie das Weib dem Mann gegebenAls die schönste Halste war.

Ist die Nacht das halbe Leben,

Und die schönste Hälfte zwar.

Könnt ihr euch des Tages freuen-Der nur Freuden unterbricht?

Cr ist gut, sich zu zerstreuen;

Au was Andern, taugt er nicht.

Aber wenn in mächt'ger StundeSüßer Lampe Dämmrung fließt,

Und vom Mund zum nahen MundeScherz und Liebe sich ergießt.

Wenn der rasche lose Knabe,

Der sonst wild und feurig eilt,

Ost, bey einer kleinen Gabe,

Unter leichten Spielen weilt.

Wenn die Nachtigall VerliebtenLiebevoll ein Liedchen singt,

Das Gefangnen und BetrübtenNur wie Ach und Wehe klingt:

Mit wie leichtem HerzensregenHorcher ihr der Glocke nicht.

Die mit zwölf bedächtigen SchlägenRuh und Sicherheit verspricht!

Darum an dem langen TageMerke dir es, liebe Brust:

Jeder Tag hat seine PlageUnd die Nacht hat ihre Lust.