Dieser Boden, diese Sonne,
Locket auch die besten Frauen.
Und der Hauch der lieben MusenWeckt des Mädchens zarten Busen,Stimmt die Kehle zum Gesänge,
' - Und mit schöngefärbter Wange
Singet sie schon würd'ge Lieder,
Setzt sich zu den Schwestern nieder,
Und es singt die schone Kette,
Zart und zarter, um die Wette.
Doch die eine.
Geht alleine,
Bey den Buchen,
Unter Linden,
Dort zu suchen.
Dort zu finden.
Was im stillen MorgenhaineAmor schalkisch ihr entwendet.
Ihres Herzens holde Stille,
Ihres Busens erste Fülle.
Und sie traget in die grünenSchattenwälder,
Was die Männer nicht verdienen,
Ihre lieblichen Gefühle;
, Scheuet nicht des Tages Schwüle,
Achtet nicht des Abends KühleUnd verliert sich in die Helder.
Stört sie nicht auf ihren Wegen!
Muse, geh' ihr still entgegen!
Doch was hör' ich? Welch ein Schall. Ueberbraus't den Wasserfall?
Sauset heftig durch den Hain?
Welch' ein Lärmen, welches Schrey'n?Ist es möglich, seh' ich recht?
Ein verwegenes GeschlechtDringt ins Heiligthum herein.