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V.
Wach s t h u m.
Als kleines artges Kind, nach Feld und AuenSprangst du mit mir. so manchen Frühlingsmorgen.„Für solch ein Töchlerchen, mit holden Sorgen,Möcht' ich als Vater segnend Häuser bauen!"
Und als du anfingst in die Welt zu schauen.
War deine Freude häusliches Besorgen.
„Solch eine Schwester! und ich wär' geborgen!
Wie könnt ich ihr, ach! wie sie mir vertrauen!"
Nun kann den schonen WachSlhum nichts beschränken;Ich fühl' im Herzen heißes Liebetoben.
Umfaß' ich sie, die Schmerzen zu beschwichtgen?
Doch ach! nun muß ich dich als Fürstin», denken:
Du stehst so schroff vor mir emxorgehobcn;
Ich beuge mich vor deinem Blick, dem flüchtgen.
VI.
Reisezehr 11 ug.
Entwöhnen sollt' ich mich vom Glanz der Blicke,Mein Leben sollten sie nicht mehr verschönen.
Was man Geschick nennt, läßt sich nicht versöhnen.Ich weiß es wohl und trat bestürzt zurücke.
Run wußt' ich auch von keinem weitern Glücke;Gleich fing ich an von diesen und von jenenNothwend'ge» Dingen sonst mich zu entwöhnen:Nvthivendig schien mir nichts als ihre Blicke.
Des Weines Glut, den Vielgenuß der Speisen,Bequemlichkeit und Schlaf und sonstge Gaben,Gesellschaft wies ich weg, daß wenig bliebe.
So kann ich ruhig durch die Welt nun reisen:
Was ich bedarf, ist überall zu haben.
Und Unenlbehrlichs bring ich mit — die Liebe.