I.
Mächtiges U eberraschen.
Ein Strom entrauscht umwvlktem FelsensaaleDem Ocean sich eilig zu verbinden;
Was auch sich spiegeln mag von Grund zu Gründen,Cr wandelt unaufhaltsam fort zu Thale.
Dämonisch aber stürzt mit einem Male —
Ihr folgten Berg und Wald in Wirbelwinden —Sich Oreas, Behagen dort zu finden.
Und hemmt den Lauf, begränzt die weite Schale.Die Welle sprüht, und staunt zurück und weichet.
Und schwillt bergan, sich immer selbst zu trinken;Gehemmt ist nun zum Pater hin das Streben.
Sie schwankt und ruht, zum See zurückgedeichet;Gestirne, spiegelnd sich, beschaun das BlinkenDes Wellenschlags am Fels, ein neues Leben.
II.
Freundliches Begegnen.
Im weiten Mantel bis ans Kinn verhülletGing ich den Felsenweg, den schroffen, grauen.Hernieder dann zu winterhaften Auen,
Unruh'gen Sinns, zur nahen Flucht gewillet.
Auf einmal schien der neue Tag enthüllet:
Ein Mädchen kam, ein Himmel anzuschauen.
So musterhaft wie jene lieben FrauenDer Dichterwelt. Mein Sehnen war gestillet.p Doch wandt' ich mich hinweg und ließ sie gehen,
Und wickelte mich enger in die Falten,
Als wollt' ich trutzend in mir selbst erwärmen;
Und folgt ihr doch. Sie stand. Da war's geschehen!In meiner Hülle kennt' ich mich nicht halten.
Die warf ich weg, Sie lag in meinen Armen.