58c> IB.ZZ.C. Von der Kirchenzutzt ,
zu Niederschlagung derIrthümer, alsauch zuTödtungdesssmd- - ^lichen Fleisches wohl versehen werden möchten. ^
IV. Gleichwie vornemlich die Geistlichen, Aeltesten und ,
vigLoni oder Vorsteher der Kirchen ihr äusserstes anzuwendenhaben, daß auch eine gute feine äußerliche Zucht eingeführet und ^darüber gehalten werden möge: also haben es auch alle diejeni- I ;
gen, so in weltlichen Bedienungen und besonderem Ansehen sie- ' ,
Herr, oder sonst das Vermögen dazu haben, es für ihre Schul-digkeit zu achten, jenen darinnen beiz «stehen, und ihnen mit allenKräften unter die Arme zu greiften. '
V. Was ich endlich noch als ein unentbehrlich nothwendi- !ges Mittel zu Erhaltung und Ausbreitung dieser Kirchen ansehe,und ihnen darum auch auf das sorgfältigste anzupreisen habe, so
ist solches die Sorge für gewisse und unverletzliche Einkünfte, da- !von die Lehrer sowol in Kirchen als Schulen zu allen Zeitenkönnen unterhalten werden. Der Mangel den ich in diesemStücke bey ihnen weis, bricht mir das Hertze, und verursacht §mir den grdsten Kummer. Ich habe es, ehe noch die grausumen Verfolgungen im Jahr 1655. ihren Anfang genommen,gar vielmal mit Wehmuth wahrgenommen, daß an vielen Or- .ten die Schulen ledig gestanden, so bald nur einiger Miswachsgewesen, der Wein erfroren, Viehstaupen eingerissen, die Ca-ssanien nicht gerathen, die Steuern das Land, und die Ein- ^
quartierungen im Winter den armen Mann gedruckt, und ihn j
ausser den Stand gesetzt, denen Schulbedienten ihren auch nur ^nothdürftigsten Unterhalt zu geben: wie es denn auch vielmalsdenen Predigern selbst daran gefehlet, und diese zu solchen Zei-ten sich gemüßiget gesehen, hier ein Stücke Brod, da einenLrunck Wein, an diesem Orte ein Paar Castanien, an jenemetwas Oel, und noch an einem andern etwas Käse, und soweiter zu erbetteln, um sich und die Ihrigen auf solche Weisenur nothdurftig zu erhalten. Ich geschweige hier der Thränen,die ich ihnen dabey zum öftern häufig über die Backen herunter ,