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1 (1750)
Entstehung
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565
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und der Kirchenordnmig der Waldenser. 56z

Zehen ihm' Geistlichen blieben mehr nicht als zwey übrig. Die-ses waren noch dazu zwey abgelebte alte Greise, die des TagesHitze nebst der käst des Amtes schon bis zum Müde-seyn getra-gen hatten, nemlich die Herren Gilles und Gros, deren Namenich oben schon aufgezeichnet habe. Wolke man nun wieder Hir-ten und Lehrer haben, so muste man solche in andern Gegendensuchen. Man that es auch, und nahm seine Zuflucht, wie ich esoben ebensals schon berühret habe, mit diesem Gesuch nach Frank-reich, gar besonders aber nach Genf.

Indessen war es doch nicht möglich, auch nur einen eini-gen Lehrer aufzutreten, der so wie es bisher in den Thalern üb-lich gewesen, Italiänisch hatte predigen können, Diese Gewon-heit aber Italiänisch zu predigen war daher gekommen, weil diebisherigen Lehrer insgesamt Landeskinder gewesen, und jeder-mann diese Sprache gar gut verstanden: ob schon der gemeineMann noch bis auf diese Stunde an vielen Orten die alte Spra-che beibehalten, davon ich oben bey dem Bericht von ihrer Lehreund Zucht, mehr als eine Probe angeführet habe: sie war aberauch darum nöthig, weil alle öffentlichen und gerichtlichen Hand-lungen in Italiänischer Sprache musten geführet werden. Mansahe sich demnach genöthiget, entweder gar ohne Prediger zu blei-ben, oder in diesem Stücke sich zu den Frantzosen zu verstehen.Es kam auch solches den Inwohnern der Thalern von Perouse,St. Martin, und demjenigen Theile von Lucerne, so am näch-sten gegen Franckw'ch zu lieget, nicht eben so gar schwer an:hingegen aber kostete es denen, so an der Seite gegen Turin zulagen, etwas mehr Mühe, sich zu der Frantzösischen Sprache zugewöhnet:, und muste es sich daher auch Herr Gros in seinenalten Tagen noch gefallen lassen, aus dem Thal St. Martin,woselbst er beständig gestanden, nach Villarindas Lucerner-Thal zu gehen; der ehrliche Herr Gilles kam nach la Tour,und nach St. Jean wurde gar mein Vetter, Herr AntoniusLeger von Constantinopel, woselbst er als Prediger bey dem

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