und Sitten der Waldenfer. zor
ck'ciri'L conlulerem, vim a licentiolo^lsk'te veriti, ess VaI6en-Lum curL ac 66ei committerent, omnem g le 6r luis
coLtli)U8 miqi!N3lem elrmwsb3nt: Die Waldenfer (er redethier besonders von denen in den Thälern) befleißigen sich vor-nemlich der Keuschheit, und machen sich aus derselben eineEhre; dahero ihre Nachbarn, ob sie sonst schon nicht vielvon ihrem Glauben gehalten, dennoch kein Bedencken ge-tragen, ihnen ihre Töchter anzuvertrauen, wenn sie derenIungfraufchaft den geilen Begierden frecher Soldatennicht blos stellen wollen: Alle Ungerechtigkeit ist vor; ih-nen, und aus ihren Versandungen gantzlich verbannt.Baronius sagt beim Jahr 1270. VMonles tsÄum omnem 4-Varorm.kluNcrum reluAisse: Die Waldenfer rühren gar keine Wei-bes-Völckev an, nemlich auf keine unzüchtige oder verboteneWeise. So ist auch das unvergleichliche Zeugnis, so ihnen derenglische Mönch Rudolphus Cogeshalensis gibt, und von Bor- 5- RudolphiHorn in seiner algemelnen Historie pag. 717.718. angeführtwird, wohl werth, daß es hier stehe: er handelt zufdrderst vondem stillen frömmelt Lebens-Wcmdel der Waldenfer, vomemlichvon ihrer ausnehmenden Keuschheit, und führt um selche destobesser zu beweisen, folgendes Exempel davon an: Es wurde,sagt er, emsmals eine Jungfrau sehr genökhiget, einem hi-tzigen geilen Menschen seinen unflätigen Willen zu erfül-len; an statt aber solches zu thun sagte sie zu ihm: Duguter Jüngling, da wird GOtt vor seyn, daß ich auf sol-che Messe mich weder mit dir, noch sonst mit einem Men-schen auf der Wett in e ne sündliche Liebe einlassen werde:
Ich weis gar wohl, daß weint ich meinen Leib auch nurein eintz aes mal mit dieser Sünde beflecken, urtd dir mei-ne Jungftauschaft zum Raube hergeben wolte, ich dafürewig verdamt und verlohren seyn müsse: (^06 suckens
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