kafllni.
466 l. B. 28. C. Von dem Alter der Maldensev
lends gantzlich zu vertilgen. Diese schöne geistliche Mordbrennerwissen ihre Heiligkeit nicht besser zu der Ausübung dieses unglück-seligen Vorhabens zu bereden, als indem sie derselben vorstellig ma-chen, wie sie um solche Leute eiferen, die den giftigen Samenihrer Ketzerey schort in den ältesten Zeiten ausgestreuet, derauch dergestalt bekliebe, daß er schon von undencklichen Zei-ten her gar gewaltig gewachsen, und in die Höhe geschoben:
äe pclle tiLretica amigmcus leminma, guse iuimmeMüm lüc-crevit, jam 6u6um Lc ab antiguis temxoribus. Dieser Briefist im izteri Jahrhundert geschrieben. Wäre nun die Waldensi-sche Lehre zu der Zeit noch so was neues gewesen, oder hatten die-se ehrwürdige Vater den Urheber oder Stifter davon ausfündigmachen können: würden sie sichs nimmermehr unterstanden auchnicht nöthig gehabt haben, mit solchen Worten an den Pabst zuschreiben. - .
Zu guter Letzte führe ich nur noch zwey Zeugen auf, widerwelche die Römischen nimmermehr mit gutem Rechte was einzu-wenden im Stande seyn werden.
Der erste heißt Samuel Cassini , ein berühmter Italiäni-scher Mönch vom Orden St.Francisci, der mit allem Fleis wi-der die Waldenser in den Thalern vor» Piemont geschrieben hat.Dieser tragt kein Bedencken bald im Anfange seines Buches, Vic-toria triumLIe, so zu Com in Piemont im Jahr 1510. in Druckgekommen, frey heraus zu sagen: Die Irthümer der Wal-denser bestünden darinnen, daß sie die Römische Kirche me-ntalen für die heilige Mutter aller andern Kirchen erken-nen, noch derselben den schuldigen Gehorsam leisten wollen rübrigens hielten sie sich zu der Christlichen Kirche, und erfür seine Person müsse bekennen, daß sie zu allen ZeitenGlieder der Christlichen Kirche gewesen, und noch waren.
Findet sich nun ein Italiänischer Mönch, der sichs recht vor-genommen zum Nachtheil der Piemontesischeu Waldenser alleswas er nur weiß und kan vorzubringen, nachdem er alles hervor'-