Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
465
Einzelbild herunterladen
 

aus den Schriften ihrer Widersacher. 465

keine Zeit dabey bestimmet wird, anders als von undencklichenZeiten her einerley Lehre behaupten.

Laßt uns nun zu allen dieser, wichtigen Zeugnissen noch des Aeneä Sykberühmten Aeneä Sylvii seines hinzusetzen. Er ist unter demNahmen Pii H. Pabst zu Rom, und ein abgesagter Feind derWaldenser gewesen. Wir finden es im gzsten Capitel seiner Böh-mischen Historie, auch in des IacobiPicolomimi Öommema-rli8, im 6ten Buche - beimAntonius Bonftmus in seinerUnga-rischenGeschichte,und imLuxmburgischenZehuten imVerzeich-uis der Katzer, unterm Tittel Wenn er daselbst von

den Waldensern in Böhmen handelt, die sich von dem Gehorsamdes Pabstischen Stuhles losgerissen, und gezeigt, daß sie von denuralten Waldensern herstammen, spricht er: Sie haben angefan-gen alle Priester anzubellen, und nachdem sie fich von derCatho-lischen Kirche abgesondert, sich zu der gotlosen Secte der Wal-deuser gewandt: die langst verdankten Lehrsätze aber dieser gifti-gen Rotte sind folgende:

I. Der Pabst r u Rom sey nichtvesser als die andere Bischöffe.

II. Auch unter den übrigen Geistlichen soll keineandere Ord-nung und Vorzug seyn, als in soferne es einer dem ander n mit ei-mm frommen eremplarischen Lebens.Waudel zuvor thut.

11 l. Die abgeschiedenen Seelen kommen entweder alsobaldin den Himmel, oder in die. Hölle.

IV. Es sey kein Fegefeuer. ^

V. Die Gebete für die Verstorbenen seyen vergeblich, unddie Priester haben solche nur ihres Geitzes wegen auf die Bahngebracht.

Diese Aussage des Pabsteö tragt ein gantzes Concilium zubestati- Des Synodigen kein Bedeucken. Petrus aus demValsernensischenKloster von Vour.führt im 66sten Capitel seiner luttnur. Briefe von

der geistlichen Verschalung zu Vaur an den Pabst Innocensan, darinnen fie diesen anzureihen suchen, die armen Waldenser inden Provintzien vonLanguedoc, Provence und Düuphine vol-wsldenfis.GLsch.i.TH. Nun lends