aus den Schriften ihrer Widersacher. 46Z
knackt, wenn er ausdrücklich sagt: Die Lehre der Waldenseksey eben diejenige, so heut zuTage dieCalvinisten lehren.
Aber noch ein vortrefliches Zeugnis, welches allein fähig ist>allen, auch den listigsten nnd boshaftigsten Tadlerndas Maulauf einmal nnd auf ewig zu stopffen, ist werth daß es hier stehet.
Ci,r sehr berühmter Ertzbischof von Turin, Claudius Seiffna.Seisselius hat ein ganh besonderes Buch wider die Waldensergeschrieben, welches mit Genehmhaltnng des Königs in Frattck-reich Francisci I. vom 27.Hebr. 1547» gedruckt worden. Indemselben schreibt er: Die Vecre der Waldenser habe ihrenAnfang von einem gewissen Leo genommen, so ein sehrfrommer Mann gewesen, und zu den Zeiten des erstenChristlichen Kaisers Constantim M. gelebet; dieser habeeinen Abscheu vor den: unmenschlichen Geitz Pabsts Syl-vesters gehabt, so wie ihn auf der andern Seite die gar zugrosse Freigebigkeit des Eonstantini auch nicht gefallen mol-lert, und daher» den Endschlus gefast, lieber in Einfältig-keit des Glaubens die Armuth über sich zu nehmen, alslanger beym Sylvester zu verbleiben, uno an dessen sünd-lichen Reichthum Antheil zu haben: nnd diesem Leo wa-ren alle diejenigen gefolgt, so noch einigen Gefallen amGlauben und der wahren Frömmigkeit gehabt.
Und eben dieses bestätiget Bepnardy von Lutzenburg Dernh. r«rin feinem Verzeichnis der Ketzer: Thuanus im z. Buche Aftiner Historie vorn Jahr 155O. und Goldastus in seinem Oon-üitut. luipee. ß> 1607. gedruckt, Pag. ZK.
Nun nehme man die vortrestiche Aussage des obenangefühe-ten Ertzbischofs noch einmal vor die Hand, und betrachte sie aufdas aüergenaueste von welcher Seiten man wolle. Man sehesie an als ein Zeugnis, so aus seiner eigenen Ueberzeugung herge-flosien, oder als eine anderweitige Meinung: so folgt dock ein-mal wie das andere der Ecl lns in ie ner natürlichsten Ordnungdaraus, daß wedev der Er Bischof Seisiel so ohngefehr um das