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Zeugnisse derProtestanten-

1/ RoöertrOlivet-m.

442 I. B. 27. C. Von denr Alter der Waldenser

Das sieben und zwanzigste Capitel.

Zeugnisse von dem Alter der Waldenser, und Inwohner'der Thäler von Piemont, aus den Schriften ihrer Glau-bensgenossen. i

ey so vielen überzeugenden Beweisgründen von dem würck-liehen Alter der Waldenser, und da sie selber ihre wahreApostolische Folge so sonnenklar bewiesen haben: ist es;denn mm wohl auch kein Wunder, wenn wir gewahr werden,-daß auch diejenigen so ihrem Glauben nachgefolgt, und die vor-nemsten Lehrer und Geschichtschreiber unter denselbigen, sie füreine Mutter alter Reformirteu Kirchen erkennen, uuddiegötlicheWeisheit und Barmhertzigkeit bewundern und preisen müssen, nachwelcher dieses so germgscheinmde Locht mitten , unter so vielemSturm und Uugewitter dennoch auf eine höchst bewundernswür-dige Art und Weise glimmend geblieben, und dieser heilige Saine,der noch einmal in der Welt so herrliche Früchte tragen sollen,durch das viele Unkraut so der Feind nach und nach, da die Men-schen geschlafen, unter den reinen Weihen gesaet, niemals ersticket -werden können.

Unter allen Zeugnissen von dieser Art räumen wir billig al-hier die erste Steile demjenigen ein, welches NeberMS Olivertanus davon abgelegt. Dieser ansehnliche und fromme Mannhat die Bibel auf Kosten der Waldenser in Piemont zum aller-ersten male gantz und getreulich irr die frantzösische Sprache über-setzt, und zn Neufchakel.in derSehweitz im Jahr 1537. druckenlassen. Ich sage mit allem Fleis gantz : denn obschon die Wal- -denser in den vorhergehenden Zeiten und von etlichen hundertZah-ren her, nebst dem Neuen Testament auch einige Bücher des Al-ten, als iremlich die Bücher Mosis, den Psalter, die SprücheSalomöniö, und das Buch Hiob in ihren Häusern und Versam-lungen hatten, so fehlten ihnen doch die übrigen alle noch; und

wenn man gleich vorher hin und wieder einige alte geschriebene-- - ' Stücke