4'8 I.B. 2 Z.C. Von Petro Maldo von Lion,
^ Der Urheber des Buchs, Zustand der Kirchen genant,Die Waiden- bestätiget eben dieses, wenn er pag. zz6. sagt: Nachdem Wal-ren hus mit seinem Anhange von Lion vertrieben worden, hüt
von dm Tha- sich ein Theil davon in die Lombardey (in welcher die Thä-lern,und nicht ler von Piemont gelegen) gewandt, und von dannen durchWaido hE gantz Italielt und Sicilien ausgebreitet. Um nun aber vollkommkir- ^ lends überzerlgt zu werden, daß die Inwohner der benanten Tha-ler keinesweges erst nach dieser Zerstrennng der Anhänger desWaldi von Lion den Namen der Waldenser bekommen, son-dern daß, wie wir im vorhergehenden ausführlich bewiesen haben,vielmehr alle diejenigen also genennet worden, die es milder Lehredieser Thalleute, die man Valdeses,Valdenses, dieWalden-ser zu nennen pstegter so darf man nur darauf Achtung geben,daß die sogenanten Albigenser, so unstreitig eher als dieser Wal-dus bekant gewesen, selbst von den Waldensern, so aus diesenThalern herausgegangen , herstammen, wie solches das Mar-terbuch in Beschreibung der grausamen Verfolgung zu Merimhol und Cabrieres klärlich besagt, wenn es daselbst heist: Daß
sie vor Zeiten aus Piemont gekommen, und sich in Pro-vence, und den Gegenden von Merindol, Cabrieres unddaherum niedergelassen. Ja man findet auch würcklich un-ter denen, so als Märtirer in besagten Gegenden umgekommen,gewisse Pellenc und andere mehr; die nichts anders als Zweigevon den Stämmen und Wurtzeln gewesen, so noch bis auf denheutigen Tag in den Thälern geblieben sind.
Wenn Henrieus Pantaleon in seiner Martlrergeschich^te, so im Jahr 156z. zu Basel bey Nikolaus Bryl'ttgerimDruck herausgekommen, die Meinung Iohannis Crispim undanderer, so sie in Ansehung des im Jahr 1545. wider die WigEser zu Merindol angeftelten Blutbades habet!, angeführt, so lagt
sie seyen beinahe vor 200. Jahren aus Piemont nach
Proverlce gekommen: Die frantzöfischeKirchengeschichte^o^-
xuA. zz. besagt ein gleiches. ^
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