zur Zeit des geoffenb.AntichrW im uten Jahrh. 4'Z
des Ausdrucks jam äu6um bedienet, und also selber ein Zeug-nis ablegen muß, daß er sie für sehr alt halte. Und in der Thatist sie es auch würcklich gewesen, daher denn auch im erst angezo-genen Päbstlichen Schluß hinzugefüget wird, daß sie von der Zeitan nicht nur in den Gegenden von Thoulouse, Languedoc,Provence, und der Lombardie sich ausgebreitet, sondern auchin Gascogne und andern Provintzen eingewurtzelt habe; wiesolches Ouilielmus Nglmesburienlis äe Keixis I^ib. 2.
angemerckt. Ja was noch mehr ist, so weiß man, daß albereitdas erste Concilium L.3tet3nelUe, so im Jahr 1159. acht Jahreber als das zu Tours gehalten worden, und dem der Pabst un-ter allen algemeinen Concilien, so die abendländische Kirche gehal-ten, die Oberstelle eingeräumet, eben diese Lehre der Waldmsser, als eine schon zu der Zeit sehr alte eingewurtzelte und weitausgebreitete Lehre verdamt hat.
Nach dem Tode dieses Henrici breiteteArnold vonBrixen,einer ihrer vornemsten Lehrer diese Lehre noch weiter in Italien,und vornemlich in der Lombards, dahin die Piemontesischen Tha-ler gehören, aus. Dieses bemerckt unter andern der GroßpriorRorenco, ihr grosser Feind und Verfolger, und ein Mitglieddes Raths exstirpanäig I^Lreticis (der noch am Leben ist) inseinem Buche Neniorie l-Morielre l'm 2 . Capitel, und beruft sichdabey auf viele andere Scribenten mehr; hinzusetzend, daß manseine Anhänger nach feinem Namen Arnold, ebenfals Arnol-diften genant. Dieser treue Zeuge JEsu Christi gieng endlichgar nach Rom, und predigte daselbst nach dem Bericht, den unsOtto kVilinZenliä, 6eüi8 k'riäerici Imperat. cap. 20. hier-von giebt, mit vielem Ernst und Eifer wider den Pabst und seineClerisey, zog sich aber eben dadurch den Has des römischen Ho-fes und feiner Geistlichen dergestalt auf den Hals: daß als sie ihnzuletzt in ihre Hände krigten, sie nicht damit zufrieden waren,daß sie ihn kreutzigten, auf die Art als die Heiden zu Rom denApostel Petrum gekreuhiger haben sollen: sondern nachher noch
Fff A dazu