Absonderung von der Römischen Kirche. 367
gewesen, dessen Lehre mit vielem Nachdruck habe unterstützmhelffen.
Aus diesem Buche des Dugan erhellet zur Genüge, daßeben dieser Claudius die Römischen Jrthümer wegen Anruffungder Heiligeil/ Verehrung der Bilder, Misbrauchs derUeberbleibstl von verstorbenen heiligen, u.s.w. ir, dem oben-angefiihrreu Briefe noch viel ausführlicher abgehandelt und wi-derleget habe, als es von uns ist bemercket rvorden. Unter an-dern beweißt er gar weitlauftig, daß die ehemalige heidnischeAbgötterey in Ansehung ihrer Götzen-Bilder nimmermehrhabe arger stylt können, als diejenige, so die römischen Chri-sten mit ihren Bildern treiben. So groß nun auch die Ra-serey und List der geistlichen Richter wider die alte Wahrheit ge-wesen, und so sehr sie sichs auch haben angelegen seyn lassen, dieSchriften diests grossen Mannes zu unterdrücken: so ist doch andem was wir daraus angeführet haben, und was nicht nur ange-zogener Dugalus, sondern auch die französische Geistlichkeit alsglaubwürdig muß gelten lassen, Beweist genug übrig geblieben ,daß schon mit dem Ende des achten und Anfange des neunten Jahr-hunderts so wohl der Bischof, als auch die übrigen Lehrer mit ih-ren Kirchen m unsern Thalern die irrigen, ketzerischen, abergläubi-schen und abgöttischen Meinungen, so Rom auszubreiten gesuchet,öffentlich und ungescheut verworfen haben. Sie bekennen es gleich-sam alle mit einem Munde, wenn sie durch ihren vorgesetzten Ertz-bischof sich dergestalt erklären, daß sie alle diese Meinungen als sol-che ansehen, die der wahren Catholischen Lehre und der läu-tern Wahrheit schlechterdings zuwider seyn, und nur vonIrglaubiqen angenommen werden können, mit denen sieN'chtv mögen zu schaffen haben. Inzwischen lehnen sie dochau l) auf das feierlichste allen Vorwurf, ob suchten sie eine neueSecte aufzurichten, von sich ab, und beweist» klar kick, daß mansolches mir viel bessern; Rechte dem Pabst zur Last legen könne, alswelcher deutlich genug au deu Tag geleget, daß er von der rei-nen