Absonderung von der Römischen Kirche. 365
„ärgert dieser geringsten einen, die an mich glauben, dem„wäre besser daß ein Mühlstein an Anen Hals gehanget„würde, und er ersauft würde im Meer da es am tief-„sten ist?
„Wir wissen es gar sehr wohl, daß der Spruch sehr falsch„verstanden und ausgelegt würd: Du bist Petrus, und auf„d-esen Felsen will ich bauen meine Gemeine, und will dm '„des Himmelreichs Schlüssel geben, und daß uurer diesem„Verwand das arme grobe und unwissende Volck, so von aller„Erkenmiß in geistlichen Dingen völlig entblößt ist, seine Zuflucht„nach Rom nehmen, und daselbst das ewige Leben erwerben muß.„Das Arm des Geistes gehöret für alle rechtschaffene Lehrer und„Aufseher der Kirchen, so lange sie leben, und wird wann diese„die Schuld der Natur bezahlet haben, mit eben dem Ansehen„und eben der Gewalt von ihren Nachfolgern wiederum ge-rieben.
„Kehret wieder um ihr Blinden zu euerm Licht: kehret wie-„der zu dem der alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt„kommen: So viel als euer sind, die sich nicht einig und allein„zu diesem Lichte halten, die wandeln im finstern, und wissen nicht„wo sie hingehen, die Finsterniß hat ihnen die Augen verblendet.„Sind wir ver bunden unserm GOtt zu glauben wenn er was ver-„spricht, wie viel mehr denn, wenn er es gar mit einem Eide be-kräftiget, und stricht: Wenn gleich die drey Männer, Noa,„Daniel und Hiob, das ist, wenn gleich alle Heiligen, die ihr„anruft, alle Heiligkeit, Gerechtigkeit und Verdienst dieser drey„Männer beisammen besässen, drinnen waren, so würden sse„allein ihre eigene Seele erretten. Dieses ist zu keinem an-dern Ende aufgeschrieben, als damit zukehren, daß niemand sein„Vertrauen weder auf das Verdienst noch auf die Fürbitten der„Heiligen setzen solte. Höret doch dis, ihr Unweisen und Tho-„ren, und werdet doch einmal klug, ihr, die ihr nach Rom lauft,„und die Fürbitte eines Apostels daselbst suchen wollet. Waswür-
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