von der Lehre der Waldenser. Z2Z
Sehen rn sagen: Sie glauben an GOtt, den Vater, Sohnund Hestigen Geist, eine algemeine Christliche Kirche, daßdas BlM IEfti Christi uns rein mache von allen unsernSünden, daß man den Vater um des Verdienstes sei-nes Sohnes willen anrüsten müsse, daß man GOTT dieSünden bekennen, gute Wercke thun, denen Lehrern diedas Wort GOttes predigen, gehorchen, der ObrigkeitUnterthan seyn, und ihr Schoß und Zins geben müsse,,.
U. s. lv. Sondern da heißt es gemeiniglich nur: Sie glaubenan keine Heiligen, sie verwerffen die Römische Kirche, dasFegefeuer, die Anrustung der Heiligen, die Ohrenbeichte,das Verdienst der Wercke, die Wercke der Uebergebühr,so andern zu statten kommen; sie gehorchen weder demPabst, noch der C!erisey,u. s.W. ' >
Und so werden sie denn nicht Ihres Glaubens, sondern des Werdender,
Unglaubens wegen verfolgt und verdamt. Es kau ja aber auch 1 ,^ das wasnicht anders seyn; denn wie wolle man sie wohl wegen der gewis- sie glauben,sen Satze ihres Glaubens mit Feuer und' Schweröl verfolgen, ^ern wasda man doch jn denselben einerley MeinstH mit ihnen zu seyn ^n.vorgiebt, und der Pabst sich wohl gar rühmen darf, eben das zuglauben, was sie glauben? Oder will man sie um des Glaubenswillen verdammen, so bürdet man ihnen, um dem gemeinen Mannwas zu überreden , solche Meynungen auf,' für welche sie doch inder That den grdsten Abscheu haben. - D'a mnßes z, Ex. heißen:
GOtt sey der Urheber der Sünde; der HErr IEsus ha-be arn Creutze verzweifelt: in Ansehung der ewigen Gna-den-Wahl sey es gleich viel^ from oder gottlos seyn: dieguten Wercke, Beichte und Busse nutzen zu nichts: siever-achten dje Heiligen , ja sogar die heilige Mutter GOttes,u. s. w. Und dieses sind doch eben die Hauptstücke, wider wel-che sie in dem Beschluß ihres Glaubens-Bckcntniß, so sie imJahr1655. noch herallsgeHeben, und von uns, oben bereits angeführetworden, so heftig gezeuget haben.
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