von den Sacramenteu. i6g
heilige!, Sacrameüten gelehret, der darf mir mit unpartheyifchenAugen folgende Schrift lesen:
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Nach demZeugnißAugustini in feinemBuche von der Stadt Unterschied„GOttes>lst ein Sacrament eine unsichtbare Gnade, fo IM- dm„ter einer sichtbaren Sache vorgestellet wird: oder, das der bezeichne-„Sacrament ist ein Zeichen von etwas, das heilig ist. So mr Sache,„ist demnach ein grosser Unterfcheid zwischen dem Zeichen und der„bezeichneten Sache in dem Sacrament. Die in dem Sacra- ,
„ment enthaltene, oder die durch dasselbe bezeichnete Sache, ist„die Gnade GOttes und das Verdienst des gecreutzigten Erlösers„und Heilandes IEfu Christi, durch den diejenigen, fo gefallen„waren, wieder hergestellet worden. Diese liegt einig und allein„auf eine kräftige, wirckliche, herrliche und verdienstliche Weife„in GOtt und in seinem Sohne Christo JEfn, als welcher durch„sein blutiges Leiden und Sterben feinen Gläubigen die verlohr-„ye Gnade und Gerechtigkeit wieder erworben hat. Die bedeu-tete Sache des Sacraments ist in den Seelen der Gläubigen,
„die sich solche zu Theile machen, wie Paulus sagt: wir sind„Christi theilhaftig worden ; Wie sie auch durch die Verkün-digung oder Offenbarung in der Predigt des Evangelii, und„endlich auf eine facramentliche Weife in den Sacramenten ist.
„Eine solche äuset liehe Beyhülfe der Sacramente hat der liebste„Heiland feiner Kirche um deswillen gegeben, damit er ihrer„Schwachheit desto besser aufhelffen, und sie desto mehr im Glau-„ben stärcken und gründen möchte, wann nemlich die Lehre des„Evangelii durch dergleichen äuferliche Zeichen gleichsam versie-gelt würde.
„Es sind aber solcher Sacramente zwey: Das eine beste-het aus Wasser, das andere aus Speise, nemlich aus Brodt„lind Wein.
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