über die zehen Gebot GOttes.
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^aher sagt Chrysostomns, daß auch das Bsse , so der über dc,Mensch in sich Herrscher; lasse , sein Gott sey. Sprichst Macth."du wie kau ich wissen was ich lieber habe, GOtt, oder das-jenige was mir GOtt zu lieben verboten hat; so mercke dirjlur folgendes: Was der Mensch im äussersten Fall der Noch"am wenigsten achtet, dessen Verlust kommt ihm auch am wenig-',jen schwer an; hingegen, wo er in solchem Fall am meisten vor„sorget, das ist ihm auch am liebsten. So schmeißet ein Kauf-mann bey anscheinender Gefahr eines unvermeidlichen Schiff-»chruchs, alle seine Waaren ins Wasser, und sorgt nur vor sein„Leben: denn das Leben ist ihm lieber als alle seine Guter. Die„Probe wird nun leicht zu machen seyn. Bist du gewiß verst-„chert, daß du lieber den größten Schaden im Zeitlichen an dei-„nein Vermögen, in deiner Haushaltung, an deinem Vieh, ja„wohl gar an denen Deinigen und an deinem eigenen Leibe lei-„den, als etwas thun wollest, so dich der Gnade GOrtes verlu-„sti'g machen könte: so hast du ein sicheres Zeugniß, daß du GOtt„lieber hast , als alles in der Welt: und im Gegentheil, so du lie-ber GOtt beleidigest, als etwas Zeitliches verlassest, so gibst du„damit zu erkennen, daß du das Irdische lieber hast, als GOtt;
„folglich bist dlt eiri Götzen-Diener. Dis ist es, was der Hey- Luc. 14,25.„land sagt: So jemand zu mir kommt , und hasset nicht„seiner; Vater, Mutter, Weib, Kinder, Bruder , Schrve-„srern, auch darzu sein eigen Leben, der kan nicht mein"Junger seyn.
^„So handeln auch diejenigen wider.dieses Gebot, welche„dafür halten, daß das Gestirne eine Gewalt habe, den Men-schen wider seinen Willen zu etwas zu zwingen, oder von etwas„abzuhalten. Diese machen das Gestirne zum Abgott, indem sie„dem Geschöpfe dasjenige zuschreiben, was doch dem Schöpfer„alleine zukommt. Mit solchen Leuten hat es Ieremias zu thun,
„wenn er jagt: Ihr sollt nicht der Heyden Weise lernen, Jerem.!o,r.„und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Hin;-waldensis.Gesch.1TH. R Mists,