und andern Umst. der Piemontesifchen Thaler, r-
§. XVIII.
Damit man aber auch wissen möge, daß nicht nur die so-genannte Thurm-Wiese, davon wir oben gehandelt haben, nochdie Gemeine von Attgrogne, von allen Zeiten her die eintzigeZuflucht der Kirchen GOttes in diesen Thalern gewesen, sonderndaß der Allerhöchste auch die übrigen Thäler hin und wieder gleich-sam mit dergleichen verborgenen und von Natur befestigter! Oer-tern versehen habe: so ist zu mercken, daß in dem Lneeruer-Thaldie gantze Gemeine Roras, welche »roch itzo eine Kirche hat , wieauch die von la Tour, die gantze hohe Gegend von der sogenann-ten Margarethen-Brücke bis oben hinaus, und insonderheitdie Thäler Tuillaret, Bonmt und Chabriol, eben so beschaf-fen seyn. Ein bewunderens- würdiges Vlerckmal eines derglei- wunssekartchen sicheren Aufenthalts, so der allmächtige Schöpfer selbst vorftine arme Heerde zur Zeit der äussersten Trübsal bereitet hat,siehet man in eben dieser Gemeine- auf der Svitze des BergesVandelitt , und haben sie sich desselben zum öftem zu ihrem grö-sser! Vortheil bedienet. Es ist solches eine grosse Höle in einerLücke des erst benannten Berges oder Felsen, so theils von Na-tur, theils durch Kunst hinein gegraben, und oben fast wie einBack.Ofen gewölbt, und so groß ist, daß drey bis vierhundertMenschen sich darinnen aufhalten können. Durch etliche Ritzenso in dem Felsen sind, fällt das Licht hinein, und kan zugleichAchtung gegeben werden, was ausssn vorgeht: inwendig abersind unterschiedliche Kammern, ein lebendiges Masters ja sogaretliche Bäume, und.ein Back-Ofen: so findet man daselbst auchnoch die Neberbleibfel eures sehr alten Backtroges, und Schrän-kn. Man kan nur durch ein eintziges Loch, so nicht grösser ist,als daß ein eintziger Mensth durchkriechen kan, von oben hineinsteigen, dergestalt, daß eine eintzelne Person, so mit einem gutenSpieß versehen ist, diese gantze Festung vor einen feindlichenEinfall beschützen kan.
E r §. XIX.