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1 (1750)
Entstehung
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und andern Mist. der Piemontesischen Thäler. 9

bcn , daß sie ihnen diegantzen Thäler, so sie durch die Verrathe-rey des Marquis'- de Pineffe albereits gäntzlich verloren hatten,wieder abnehmen können. Wenn auch endlich dieser Ort nichtmehr hatte halten wollen , so hatten -sie doch noch eine Retiradezum ?re 6u Vour, oder der Thurm-Wiese gehabt, alwo dieNatur, so zu sagen, alle ihre Kräfte vereiniget, Diese arme Leute,wenn die Noth aufs äusserste gekomWen, zu erhalten. So wardieses in den Jahren 1560. und 1561. ihre eintzige Zuflucht, alsder Pabst und König von Spanien eine fürchterliche Macht mitdes Herßogs von Savoyen,Emanuel Philiberth seiner, verei-nigten, um unter Der Anführung des Grasen äs 1 s Irinnsdiese Aermsten mit Strumpf und Stiel auszurotten. Es istaber dieser Ort eine grosse Höhle zwischen den allerhöchsten undfast unwegsamen Bergen, gegen der Abend-Seite des Gebür-gcs Vachcra; und ob man gleich nicht anders, als mit deräussersten Mühe dahin kommer: kan, indem die kallsZe an demUfer des Flusses Angrogne mit Den grausamsten Felsen durchund durch besitzt, und Dieses der eintzige Zugang ist, so hat doch ,nachgehends in ihrem Bezirck eine grosse Menge Menschen Platz.Hier haben auch sogar in der allerdicksten Finsterniß, und zurZeit der härtesten Verfolgungen , die alten sogenannten Bärte,oder Thal-Prediger, ungehindert gepredigt, und ihre Collegiazu Unterrichtung derer, so sie zum Predigt-Amt zubereiteten,erhalten; woraus sie bis zur Zeit der Reformation die meistenLehrer ausgeschickt, Die auch in den entlegensten Ländern dasEvangelium des HErrn predigen, und demselben hier und daGemeinen sammle:: musten. Ja hieher hat man auch von andernOrten junge Leute zum Studiren geschickt, wie wir solchesin den nächsten und folgenden Capiteln, wo GOtt will, sehenwerden.

Es ist demnach bey so vielen besondern Vortheilen diesesThalsAngrogne keinWunder, daß, da vieleGeschicht-undWeltbe-wüldensis. Gesch. I. Th. B schreibet