an den Herzog von Gavoyen. Z5
auf diese Art und Weise-zu verfarei», z. E. Theodosius, Marcr'a-
""bBerieftticht noch zu Ende des 8 Jahrhunderts der große Carl selbstdie Kirchcnversamlung von Teutschland nach Frankfurt, um nacheben dieser Regel des Worts Gottes die wahre Lehre mit Fleis un-tersuchen zu lassen, welche die berüchtigte Irene durch das concilia-bulum mcaenum in Ansehung der Aufstellung der Bilder in den Kir-chen und der ihnen zuerkanten Verehmng, meist in ganz Griechenlandausgebreitet hatte; obgleich diese Kaiserin so wol den römischen Pabstaufihre Seite gebracht, als auch dieser zwey Legaten aufihre veranstalteteZusammenkunft abgeschickt hatte. Er lies diese »reite Lehre der Grie-chen und des Pabsts sorgfältigst untersuchen, und da erste der heiligenSchrift zuwider fand, verdamte er sie als abergläubisch und abgöttisch,und gab, ausser den Aussprüchen dieser Versamlung so vieler italiäni-schen, teutsche»», französischen und andrer Bischöfe, seinen Na-men her zu einem sehr gelerten Buche, welches der Erzbischof von Tu-rin, Claudius, zu dieser Zeitgeschrieben, um diese Sache noch mehraufzuklären, und der ganzen Welt deutlich zu zeigen, daß man keineBilder in den Gebäuden, so allein zu göttlicher Anbetung bestimt sind,leiden, noch weniger ihnen Ehrerbietung erweisen, oder vor denen-selben Gebete hersagen dürfe, es geschehe unter welchem Vorwand es»volle; wobey auch zugleich die Anbetung des Kreutzes, der h. Überbleib-sel, die Anrufung der Heiligen, die Walfartcn, die oberste Hoheit desPabsts, desselben Misbrauch der Schlüssel verworfen, und frey behaup-tet worden, daß er »richt anders auf dein Stul Petri sitze, als ehedemdie Pharisäer aufdem Srul Mosts.
Auf diesem Wege, den so viel grosse Monarchen gegangen, könnenEw.Römgl. Hoheit endlich entscheiden, ob deroselben Thalun-terthanen in der That halsstarrige Ketzer sind; dieselben haben ihrGlaubensbekentms in Händen, nebst dem neuen Testament unsers ei-nigen und grosser» Erlösers JEsu, der selbst das fest setzt , was er vondenen fordert, die er zum Erbe seirrer Herrllchkeit ruft, und bezeuget,daß es diesind, die seine grimme hören, und ihrfolgen, und diekeiner fremden Summe Gehör gebe»».
Es wird also Ew. Aönigl. Höhest leicht sey»», einzusehen, ob diese
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