Vorrede. 25
ricktiaen Scblus machen, daß notwendig eine künftige richtigereEntscheidung der in dieser Welt durch überlegene Macht undGewalt oft so unrechtmäßig entschiedenen Handel der Menschen,sonderlich bey gottesdienstlichen Streitigkeiten, und eine genaueVergeltung des alhier unbelonet und ungeandet gebliebenen Ver-haltens derselben, der Versicherung der heil. Schrift gemäs, be-vorstehen müsse. Wozu noch komt, daß dieses Schicksal, und diefreiwillige Erduldung desselben um GOtres willen, nicht nur dieWarheit der davon in der heil. Schrift enthaltenen Weissagun-gen und Versicherungen merklich bestätiget; sondern auch die fe-ste Überzeugung solcher Bekenner und Blutzeugen der gütlichenWarheit von der Zuverläßigkeit der in der heil. Schuft enthal-tenen Verheißungen, und die aller scheinbaren Reizung zum Zwei-fel überlegene Kraft derselben, unwidersprechlich erweiset.
Diese Vorstellungen, welche sich leicht erweitern liessen,wenn es der Endzweck gegenwärtiger Vorrede erforderte oderverstattete, werden hoffentlich hinreichen, aufmerksame und ihrereigenen sowol als anderer Besserung und Erbauung begierigeLeser zu überzeugen, daß die Geschichte dieser Kirchen billig be-kanter und mehr erwogen und genutzet zu werden verdienen, alssie gemeiniglich zu seyn pflegen, auch bey der unleugbaren Sel-tenheit hinlänglicher Hülfsmittel solcher ausgebreiteten Kentnisbisher beinahe seyn können.
Es ist daher des Verlegers Vorhaben, einige der besten Ge-dichtbücher dieser Art theils durch neue Ausgaben, theils durchÜbersetzung, theils durch Herausgebung bisher ««gedruckterSchriften und Urkunden bekanter und zum alqemeinen Gebrauchbequemer zu machen, mit vielem Dank zu erkennen, und von Lieb-habern der Geschichtkunde, Gottesgelersamkeit und wahrer Er-bauung, mit aller möglichen Aufmunterung zu befördern. Wo-von anjetzo sowol mit dieser Waldenfergefchichte, als auch mitZach. Theobalds lesenswürdigen Geschichte der Sußiten, wel-che zu gleicher Zeit ans Licht trit, der Anfang gemacht wird.
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