Druckschrift 
1 (1750)
Entstehung
Seite
16
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Vorrede.

bar widersprechen, als auch eine gottesdienstliche Verfassungund Kirchenzucht einzufüren, die auf ein neues Papftum hin-ausläuft.

Da es überhaupt und an sich unrechtmäßig ist, sich von einerKirche abzusondern, oder durch Errichtung neuer gottesdienst-lichen Geselschaften in derselben, Spaltungen und Zerrüttungenihrer Glieder anzurichten, wenn der Lehrbegrif und Gottesdienstderselben der heil. Schrift gemäs ist: so wird diese Unrechtmas-sigkeit gedachter Partey dadurch auf eine gedoppelte Art vermeh-ret, daß solches unter dem Namen und Verwand dieser altenKirchen geschiehet, die sich theils nach der Reformation niemalsunter evangelischen Gemeinen auszubreiten gesucht, auch keineUeberläufer von denselben angenommen, noch vielweniger aberjemals ihre Verfassungen unter den Gliedern derselben bey vor-gegebener Fortdauer ihrer gottesdienstliche» Gemeinschaft einge-füret haben; theils vorher aus keinem andern Grunde von derKirche ihrer Zeiten und Gegenden abgesondert, als weil sie ohneVerletzung des Gewissens, durch Annemung gottesdienstlicherJrtümer und Begehung sündlicher Handlungen, in derselben Ge-meinschaft nicht bleiben können, ja über dieser gewissenhafte-sten Weigerung solches Antheils am Widerspruch gegen die göt-liche Offenbarung, auf die gewalttätigste Weise aus und vonderselben verstoßen worden. Daher der Misbrauch des Na-mens dieser alten Kn chen zur Beschönigung der aus Neuerungs-sucht, Lüsternheit. Ehrgeitz und eigenem Vortheil ihrer Ankürerunternommenen Errichtung einer neuen Partey, die grösten-theils aus gewesenen Gliedern unserer Kirche bestehet, welchederselben auf die unverantwortlichste Weise, meist ohne es selbstzu merken, abspenstig gemacht worden, eine unverantwortlicheVersündigung nicht nur gegen unsere und andere ausgleiche Art-

gemis-