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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Aconitum Stoerkianum Reich.

(Der Störkische Eisenhut.)

Sect. Catnmaroidea; fructus juniores erecti; galea convexo -conica.

Char. Spec.

Aconitum Stoerkianum Reich.

Ac. Caule erecto pedunculisque (saepissime) glaberrimis; racemo laxo subcorymboso ; galea valde convexa(subconica); germinibus glabris erectis conniventibus; (folia praecedentis sed atro-viridia nitida).

Ao. Stoerkianum

Ac. intermedium ......

Ac. neo montanum. . . .

Ac. Napellus

Ac. Stoerkianum . . . . . .

»

Ac. Cammarum . . . *

Ac. Neomontanum. . . . . .

Der Störksche Eisenhut ist im Riesenge-birg und im Harz und nach der Flora danica auchin Seeland und im Hollsteinischen einheimisch ; nachdem Bericht unsres Freundes Hoppe kommt erweder auf den Bairischen noch auf den Oestreichi-schen Alpen vor.

Der Stengel ist straff-aufrecht, etwas niedri-ger als bei den vorhergehenden Arten und nebstden Blütlienstielen gewöhnlich vollkom-men glatt; doch haben wir in diesem Sommer indem bot. Garten eine Spielart mit nach oben etwasbehaartem Stengel beobachtet.

Die Blätter kommen in ihrer Gestalt denender vorhergehenden Pflanze am nächsten, ihre Lap-pen sind meist breiter als bei den gewöhnlichenFormen des Ac. vulgare; sie zeichnen sich aberdurch die ganz dunkelgrüne Farbe und ih-ren starken Glanz aus.

Die Blüthenstiele sind verlängert, steif, ab-stehend, glatt.

Die Blut h en sind sehr schön-blau oder ineiner Spielart, die häufig in den Gärten vorkommtund auch in Schlesien wild gefunden wurde, zwei-farbig, weifs und blau, (Ac. bicolor vel Varie-gatum Hort.). Der Helm ist stärker gewölbt,so hoch als breit, doch nicht kegelförmig, so dafsdiese Art in dieser Hinsicht zwischen den beidenAbtheilungen der Napelloidea und Cammaroideagleichsam in der Mitte steht.

Die jungen Früchte sind ganz glatt undgegen einander geneigt (convergentes),zuerst nickend, dann aufrecht. Die reifenFrüchte, die wir an den zahlreichen Exemplarendes bot. Gartens noch nicht zur vollen Ausbildunggelangen sahen, sollen kürzer seyn als bei den vor-

Reich. Illustr. n. 71.

Wim. et Grab. Fl. Siles. II. p. n4.

Spreng. Syst. Veg. II. p. 622.

Besser Enum. pl. Volhyniae p. 6g.

Dec. Syst. Regn. veg. I. p. 37/hWilld. Spec. pl. II. p. 1236. (excl. Syn.

Flora dan. tab. 1698.

Miller Diet. n. 5. Ehrh. Herb.

Kunze in Rich. Bot. med. p. ioi9.

Geig. Pharm. Bot. p. n55.

N. et Eb. Handb. der med. pharm* Bot. III. p* 5oz,.Hay ne Getr. Darst. XII. n. 15.

Pharm. Bot. ed. Dulk I. p. 18.

hergehenden Arten. Die eckigen Saamen sind netz-aderig-runzlig.

Die Blätter dieser Art schèinen an Wirksam-keit denen der vorhergehenden wenig nachzustellen ;da diese Pflanze aber so höchst 'selten wildwach-send gefunden wird, so möchte sie wohl nur daangewendet werden, wo man das officinelle Krautaus einem Garten erhält, was immer zu tadeln ist.(S. Geigers Ann. der Pharm. I.)

Anm. Aus dem regelmäfsigen Fehlschlagender Früchte waren wir geneigt zu schliefsen, dafsdiese Art als ein Bastardform durch Vermischungvon Ac. vulgare mit Ac. Cammarum entstanden sey.Nach Herrn Apoth. Hampe in Blankenburg bringtsie am Harz an sonnigen Stellen doch seltner rei-fen Saamen.

Abbildungen.

Reich. Illustr. tab. 71.

Hayne Getr. Darst. XII. tab. i5.

Erklärung der Tafel.

1. Die blühende Spitze eines Stengels.

2. Ein Stück des Stengels mit zwei Blättern.

3. Die jungen Früchte.

4. Ein Blatt.

5. Ein Aestchen einer Blüthenlraube.

6. Die fünf Kelchblätter.

7. Der Helm.

8. Die Staubgefäfse.

9. 10. 11. Dieselben, stärker vergröfsert.

12. i3. Die kappenförmigen Blumenblätter.

14. Die Fruchtknoten mit den kleinen Blumen-blättern , in natürlicher Gröfse.