Aconitum (Napellus) neubergense Dec. Reich.
(Der neubergische Eisenhut.)
C h
a r.
S p
e c.
Ac. (Napellus) neubergense.
Ac. Caule erecto; foliis pahnato-lobatis, lobis (latioribus) multifidis cuneato-lanceolatis glaberrimis; floribusracemosis (coeruleis) pubescentibus, racemo laxo pedunculis patentibus; galea haemisphae-rica; germinibus junioribus divergentibus; (flores serotini).
Ac. neubergense
Ac. neomontanum .
Ac. Napellus
Ac. neubergense
Ac. variabile neubergense
Dec. Syst. Regn. veg. I. p. 373 .Reich, lllustr. n. 6g.
Wolf. Koelle Spic. i6.
Jacq. Austr. 111. p. 38 1 .
N. et Eb. Handb III. p. 5oo.Hay ne Getr. Darst. Xll. i4-
Diese Art des Eisenhuts ist mit der vorherge-henden so nahe verwandt, dafs wir nicht abgeneigtwären, sie als eine varietas serotina derselben zu be-trachten.
Man findet sie auf den Alpen, aber auch aufniedrigem Gebirgen, wie z. B. in unser Eiffel.
Wir unterscheiden sie durch folgende Merk-male :
Die Blattabtheilungen sind stumpfer undgewöhnlich breiter.
Die Blüthenstiele sind abstehend undgewöhnlich länger.
Der Helm ist niedriger und der Schnabelkürzer und stumpfer.
Die Pflanze blüht vier bis fünf Wochen später(im August und September), wie wir an den untergleichen Verhältnissen cultivirten Exemplaren be-obachtet haben.
Die Blätter dieser beiden hier abgehandeltenArten sind es vorzugsweise, welche in den Oificinenunter dem Namen Herba Aconiti angewendetwerden sollen. Es kommt aber hierbei sehr dar-darauf an, dafs dieses Kraut zu rechter Zeit, wanndie Blüthen sich zeigen, (nicht später) eingesammeltwerde. — Sehr wirksam sind nach neuen Ver-suchen auch die Saamen.
Der Geruch der frischen Blätter ist unange-nehm, der Geschmack bitterlich und sehr scharf.Es ist aber, wie bei allen starkwirkenden Pflanzen,so auch hier, wo möglich die wildwachsende Pflanzefür den officinellen Gebrauch einzusammeln. Der
scharfe narkotische Bestandtheil erscheint als einim Wasser und Weingeist löslicher Extractivstoff;im ganz reinen Zustand ist er noch nicht darge-stellt worden.
Im getrockneten Zustand möchte es schwer hal-ten, die Blätter dieser beiden Arten von einanderzu unterscheiden, doch sind diejenigen dieser letz-tem Art durch breitere, stumpfere und kürzere Ab-schnitte von denen der vorhergehenden kenntlich ;die Blätter der folgenden Art sind auf der obernSeite aufserordentlich dunkelgrün und glänzend.
Abbildungen.
Reich, lllustr. Gen. Aeon. tab. Gg.
Hayne Getr. Darst. Xll. tab. i4.
Erklärung der Tafel.
1. Die blühende Spitze eines Stengels,
2 . Die Blätter.
3. Ein Aestchen mit einer jungen Frucht.
4. Die Blätter von einem wilden Exemplar,
5. Eine Bliithe, von der Seile gesehen,
6. Die fünf Kelchblätter.
' 7 » Die Staubgefäfse,
8. g. Zwei derselben, stärker vergröfsert,io. Eins der kappenförmigen Blumenblätter,