Druckschrift 
Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Der Copaivbalsam besteht aus einem innigenGemisch eines wasserhellen dünnflüssigen ätherischenOels von gewürzhaftem Geruch und Geschmack miteinem gelben, geschmacklosen, spröden Hartharz.

Nach Stolze ist darin auch noch eine geringeMenge eines braunen YVeichharzes enthalten.

Die in diesem Werk bereits früher abgebildeteCopaifera officinalis (C. Jacquini 11 .) sollden Copaivbalsam liefern, welcher von den An-tillen kommt und dem brasilischen nachsteht.

Abbiltlunge n.

Hay ne Getr. Darst. 1 . c. (hie rep.)

Erklärung der Tafel.

1. Ein blühender Zweig, nach Hayne.

2. Eine Bliithe.

3 . Ein Kelchblatt.

4 . Der Fruchtknoten.

5 . Derselbe, geöffnet, alle Figuren vergröfsert.

Copaifera Langsdorfii Desf.

(Die Langsdorf

Char.

Copaifera Langsdorfii.

C. foliolis tri-quinquejugis aequilateris obtusis pel-lucido-punctatis, inferioribus ovatis, superio-ribus ovalibus, petiolis pedunculisque îeviterpubescentibus .......

Die Langsdorfsche Cop»aifera ist in Bra-silien und besonders in der Provinz St. Paul ein-heimisch, wo sie nach Herrn v. Martius im Ja-nuar, blüht.

Der Stamm bildet mit seiner vielästigen Kroneeinen schönen Baum; die jungen Zweige sind mitwarzenartigen Erhabenheiten besetzt und im jüng-sten Zustande weichhaarig.

Die gefiederten Blätter bestehen aus dreybis fünf Paar Blättchen. Der gemeinschaftliche Blatt-stiel ist stielrund, zwei bis drei Zoll lang, weich-haarig; die Blättchen stehen auf einem bis anderthalbLinien langen weichhaarigen Stielcben, sie sind ei-rund oder mehr oval, ganz stumpf, lederartig, ganz-randig und etwas wellig, glatt glänzend und durch-scheinend punctirt, neun bis fünfzehn Linien langund fünf bis sechs Linien breit.

Die Blüthcn stehen, wie bei allen Arten, inzusammengesetzten sparrigen Aehren, die hier un-gefähr so lang sind als das Blatt in dessen Winkelsie entspringen ; der gemeinschaftliche ßlüthenstielist rund, die besonderen sind eckig und beydeweichhaarig.

Die weifsen Bl ü then sind vor der Entfal-tung mit kleinen eiförmigen spitzen glatten hinfälli-gen Deckblättchen versehen.

che Copaifera.)

Spec.

Hayne Getr. Darst. X. n. 19.

Desf Mem. du Mus. V 11 p. 377.

Decand. Prodr. Regn. veg. 11 . p. 009.

Geig. Pharm. Bot. p. 960.

Der Kelch besteht aus vier aussen weichhaa-rigen , innen weifsen und zottigen Blättchen.

Die Staubgefäfse und der Stempel sindwie bey der vorhergehenden Art gebildet.

Die Frucht ist eine schief-verkehrt-eiförmigezusammengedrückte stachelspitzige lederartige dun-kel kaffeebraune Hülse.

Diese Art wurde von Herrn von Lan gsdorffin Brasilien entdeckt und wird, wie von Mar-tius berichtet in der Provinz St. Paul zur Gewin-nung von Copaivbalsam benutzt.

Abbildungen.

Desf. Mem. du Mus. 1 . c. tab. 14.

Hayne 1. c. tab. 19.

Erklärung der Tafel.

1. Ein blühender Zweig nach Desfontaines.

2. Eine Knospe.

3 . Ein Kelchblatt.

4 . Eine ganze Blüthe.

5 . Ein Staubgefäfs, noch mehr vergröfsert.

G. Ein Staubbeutel, vom Rücken -

7. Derselbe, von vorn gesehen.

8. Der Fruchtknoten.

9. Derselbe geöffnet, mit einem Staubgefäfs.