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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Copaifcra bijuga W i 11 cl. H a y n c.

(D'ie zwei-paarige Copaifera.)

Syst. Lin. Class. X. Ord. I. Decandria tMjonogynia,Syst. nat. Familia Lcguiriinosarum Juss.

Decand. Mem. sur les Légumineuses (Tribus: cassieae.)

Prodr. Regni vegel. II. p. <j3.

F.ss. sur les própr. med. n. 45.

Char. G e il.

Calyx quadripartitus deciduus, laciniis subaequalibus patentibus.

Cor ola nulla.

Stamina decem 'aequalia, libera; filamenjta calyce longiora saepe curvata; anlhcrae oblongaeincumbentes.

Germen breviter pedicellatum, compressum, marginatum biovulatum. Stylus filiformis Stigmateobluso terminatus.

Legumen coriaceum, bivalve, monospermum.

Semen arillo gelatinoso vel carnoso dimidiato involutum, exalbuminosum. Embryo rectusradicula sublaterali.

(Arbores balsamifluae ; folia pari-pinnata.)

Hay ne Getr. Darst. X.

Decand. Prodr. 1!. p. 5o8<

Copaifera bijuga H.

Char.

C. foliis pari-pennatis, foliolis bijugis incurvo-ovalibus inaequilateris obtuse acuminatis pel-lucido - punctatis. ......

Copaifera bijuga; foliis bijugis coriaceis.

Spec.

Hayn e 1. c. X. n. lO.VVilld. Herb.

Geiger Pharm. Bot. p. qöo.

Der z weypaarige gefiederte Copaivbaumist in Brasilien einheimisch, ohne dafs wir einennähern Standort angeben können.

Die jungen Zweige sind nach Hayne aufden wir uns hier allein beziehen können, stielrund,mit grünlich-weifser Oberhaut bedeckt, inne rötli-lich.

Die abwechselnd stehenden Blätter sind stetszwei paarig (oder zweyjochig) - gefiedert; dergemeinschaftliche Blattstiel ist fast stielrund unge-lähr einen Zoll lang und wie alle Theile des Blat-tes ganz glatt; die ßlättöhen sind gegenständig, kurzgestielt, oval, stumpf-zugespitzt, ganzrandig, le-derartig glänzend, ii -2 Zoll lang und ungefähreinen Zoll breit.

Die ßlüthen bilden eine zusammengesetzteAehre in den Blattwinkeln; der gemeinschaftlicheBliithenstiel ist rund und glatt; die besondereAehrchen stehen abwechselnd und bestehen ausdicht stehenden, kaum gestielten kleinen ßlüthen.

Der Kelch besteht aus vier aussebreitetenBlättchen, von denen das obere etwas breiter, dasuntere etwas schmaler ist; diese ßlüthen, die nuram Grund zusammen hängen, sind länglich, stumpf,aussen mit harzigen Drüsen besetzt, innen weifs undzottig behaart mit Ausnahme des glatten Randes.

Die zehn Staubfäden sind fadenförmig, et-was länger als der Kelch, glatt, auf einer Scheibedes Fruchtbodens (dem torus) eingefügt. Die Staub-beutel sind rundlich gelb.

Der Fruchtknoten ist kurz gestielt, eiför-mig, zusammengedrückt, am Rand gewimpert, zweyEierchen enthaltend. Der bogenförmig-gekrümmteGriffel hat mit der stumpfen Narbe die Länge der

Staubfäden. Die Frucht und der Saamen sindnoch nicht bekannt.

Da wir nach den neuern Untersuchungen mitBestimmtheit annehmen müssen, dafs der Copaiv-b alsam und zwar die besseren Sorten aus Brasilienvon verschiedenen Arten der Gattuug Copaiferagewonnen wird, so glauben wir den Besitzern un-seres Werks einen Dienst zu erzeugen, wenn wirdiese gröfstentheils von Herrn von Martius ent-deckten neuen Arten nach der llayneschen Bear-beitung hier nach und nach aufnehmen werden.

Die hier beschriebene Art scheint mit demschon von Marcgrav und Piso beschriebenenbrasilischen Copaivbaum am meisten überein zustimmen. Man sammelt den Balsam durch tiefe Ein-schnitte, welche man nach Herrn von Martiuszur Regenzeit in die Bäume macht; aus diesen Ein-schnitten ergiefst sich der harzige Saft oft in sobedeutender Menge, dafs man in wenigen Stun-den zwölf und mehrere Pfunde gewinnt.

Nach den verschiedenen Arten von denen derCopaivbalsam erhalten wird, ist er auch in Far-be, Consistenz, Geruch und Geschmack verschie-den. Der gute brasilische Balsam ist einemdünnen Zuckersaft ähnlich, blafs gelb, ganz durch-sichtig, von eigenthiimlichem nicht unangenehmenGeruch und mildem schwach gewürzhaftem Ge-schmack; er darf erwärmt nicht nach Terpentinriechen, mufs nach anhaltendem Kochen mit Was-ser eine spröde Harzmasse hinterlassen und sich inacht Theilen gewöhnlichem Alkohol lösen. Ermufs ferner mit concentrirtcn Aezkali-Lauge undmit flüssigem Ammonium eine klare Auflösung bil-den.