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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Sideritis hirta Roth

Sideritis hirta R.

Char. Spec.

S. foliis oblongo-lanceolatis obtusis dentatis pilo-sis, floribus verticillato-spicatis, brac-teis ovato - cordatis dentatis setoso-spinosis,caulibus adscendentibus subhirtis.

Sideritis hirta. . . . . . . Roth. Cat. bot. I. p. 67.

S, s cor dio i des /3. hirta. . . . . Decand. Fl. franc, n. 2533.

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Diese Art ist mit der vorhergehendenso nahe verwandt, dafs wir es unentschie-den lassen müssen, ob sie wirklich alseine eigene Art angenommen zu werdenverdiene oder nicht? Wir unterscheiden sieleicht nach den angegebenen Merkmalen und be-sonders durch die in eine lange A eh re ge-stellten Blüthenquirle von Sideritis hirsuta.Der Stengel ist aufserdem etwas minder stark be-haart und die Deckblättchen sind mehr eiförmig

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und verhältnifsmäfsig länger als breit.

Von S i d. h y s s o p i f o 1 i a Lin. ist sie durchstärkere Behaarung, durch die gezahnte Blätter unddie längern Blütlienähren verschieden.

Die Pflanze gedeihet in dem botanischen Gar-ten unter den drei genannten Arten am besten undist als eine Mittelform zwischen Sid. hirsuta undSid. hyssopifolia zu betrachten. Das Krautund besonders die blühenden Spitzen be-sitzen einen starken eigenthümlichen gerade nichtangenehmen aromatischen Geruch und schwach bit-terlichen Geschmack.

In den deutschen Officinen findet man die ächteHerba Sideritis wohl gar nicht vorrätbig.Ich mufste sie hier aber aufnehmen, wo ich daraufaufmerksam machen wollte, dafs die Botaniker et-was ganz anders unter Sideritis verstehen, als

die Pharmakologen, welche mit diesen Namen balddie folgende Pflanze (Stachys recta Lin.,) baldwie es hier zu geschehen pflegt, die Galeopsisvillosa Sm., die wir schon früher in diesemWerk mitgetheilt haben, bezeichnen.

Erklärung der Tafel.

I. Sideritis hirsuta mit Blüthen.

3. Eine Blüthe von der Seite gesehen, stark ver-

gröfsert.

4. Eine Blüthe von der Seite gesehen, natürliche

Gröfse.

5. Der Ivelch.

G. Die Blumenkrone, von oben gesehen. '

7. Ein Staubgefäfs.

8. Die Fruchtknoten mit dem Griffel und den

Narben. Dabei die beiden sich umfassen-den Narben noch stärker vergröfsert.g. Eine geöffnete Blumenkrone, ebenfalls sehrstark vergröfsert.

10. Ein Fruchtknoten mit der hypogynischen

Scheibe.

11. Derselbe vergröfsert.

12. Ein Nüfschen in natürlicher Gröfse.

13. Dasselbe vergröfsert.i4- Ein Deckblättchen.

II. Sideritis hirta Roth.