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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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Der Stengel ist aufrecht mit zahlreichen abersehr kurzen Aeslen in den Blattwinkeln besetzt undmit langen weifslichen abwärts stehenden Haarenbekleidet, 2 3 Fufs hoch.

Die Blätter stehen auf 5 6 Linien langenBlattstielen; die untern sind eiförmig länglich, kurz-zugespitzt, die obern sind mehr lanzettförmig, allesind scharf-gesägt, oben weichhaarig, unten grau-lich-weifs behaart, die gröl'sten sind mit dem Stielan 3| Zoll lang und i| Zoll breit.

Die Blüthen bilden an der Spitze des Sten-gels eine dichte ovale kopiförmige Aelire, so dafsdie einzelnen Quirle sitzend sind; die Blülhenstiel-chen sind kürzer als der Kelch, und mit abwärts-stehenden Haaren besetzt.

Die Kelche sind glockenförmig erweitert,ganz behaart, mit sehr langen spitzen stark ge-wimperten Zähnen. Die ßlumenkrone ist violett.Die Staubgefäfse sind eingeschlossen. Der Griffelragt mit den beiden zurückgerollten Narben hervor*

Anm. Mentha nepetoides Lej , die zu-nächst mit M. nemorosa verwandt und wahrschein-lich von M. dumetorum Sch. nicht wesentlichverschieden ist, unterscheidet sich durch viel breiterevollkommen eiförmige Blätter und lange Blüthen-ähren mit gröfsern Blüthen und vorstehenden Staub-gefäfsen. M. pubescens W. En. soll nachLink einen Wanzengeruch haben; sie mufs aberder Beschreibung nach unserer Pflanze, sehr ähn-lich seyn.

Uebrigens wäre es wichtig zu erfahren, obvielleicht die Mentha piperita in ihrem Vater-lande in ähnlichen Formen vorkommt.

Erklärung der Tafel.

1 . Die blühende Spitze des Stengels.

2 . Der untere Theil desselben.

3. 4* Stengelblätter, um den genauen Umrifs und

die Behaarung zu zeigen.

5. 6 . Die Blüthe in natürlicher Gröfse.

7 . Der Kelch mit dem Griffel, vergröfsert.