Der Stengel ist aufrecht mit zahlreichen abersehr kurzen Aeslen in den Blattwinkeln besetzt undmit langen weifslichen abwärts stehenden Haarenbekleidet, 2 — 3 Fufs hoch.
Die Blätter stehen auf 5 — 6 Linien langenBlattstielen; die untern sind eiförmig länglich, kurz-zugespitzt, die obern sind mehr lanzettförmig, allesind scharf-gesägt, oben weichhaarig, unten grau-lich-weifs behaart, die gröl'sten sind mit dem Stielan 3| Zoll lang und i| Zoll breit.
Die Blüthen bilden an der Spitze des Sten-gels eine dichte ovale kopiförmige Aelire, so dafsdie einzelnen Quirle sitzend sind; die Blülhenstiel-chen sind kürzer als der Kelch, und mit abwärts-stehenden Haaren besetzt.
Die Kelche sind glockenförmig erweitert,ganz behaart, mit sehr langen spitzen stark ge-wimperten Zähnen. Die ßlumenkrone ist violett.Die Staubgefäfse sind eingeschlossen. Der Griffelragt mit den beiden zurückgerollten Narben hervor*
Anm. Mentha nepetoides Lej , die zu-nächst mit M. nemorosa verwandt und wahrschein-lich von M. dumetorum Sch. nicht wesentlichverschieden ist, unterscheidet sich durch viel breiterevollkommen eiförmige Blätter und lange Blüthen-ähren mit gröfsern Blüthen und vorstehenden Staub-gefäfsen. — M. pubescens W. En. soll nachLink einen Wanzengeruch haben; sie mufs aberder Beschreibung nach unserer Pflanze, sehr ähn-lich seyn.
Uebrigens wäre es wichtig zu erfahren, obvielleicht die Mentha piperita in ihrem Vater-lande in ähnlichen Formen vorkommt.
Erklärung der Tafel.
1 . Die blühende Spitze des Stengels.
2 . Der untere Theil desselben.
3. 4* Stengelblätter, um den genauen Umrifs und
die Behaarung zu zeigen.
5. 6 . Die Blüthe in natürlicher Gröfse.
7 . Der Kelch mit dem Griffel, vergröfsert.