P o p ii 1 ii s tremula L i n.
(Die Espe oder Zitterpappel.)
Syst. Lin. Class. XXII. Ord. VII. Dioecia Octandria.
Syst. nat. Familia Sali ci n ea ru in Rich.
Sprengel Uebers. des Gewächsr. p. 345. (Amentaceae).
Bartl. Ord. pl. p. 118. Kunth. Handb. p. 319 . Schulz Nat. Syst. p. 33/|.
Decand. Ess. sur les propr. med. n. 112 . Dierb. Arzneikr. p. 3oi.
N. et Eb. Handb. der med. pharm. Bot. p. 32ö.
Char. Gen.
Flores dioici, masculi et foeminei in amentis multifloris dispositi.
Mase. Amenta elongata e squamis bractealibus incisis composita; Perianthium e squama cyathiformi for-matum , cui Stamina octo vel duodecim libera inserta sunt. Antherae erectae biloculares.
Foem. Amenta ut in mascula planta constructa. Germen ovatum, uniloculare, multiovulatum; Stylus bre-vissimus; Stigmata duo, elongata, bipartita. Capsula bivalvis, polysperma, seminibus doso val-varum aflixis minutissimis, coma longa (laxa) cinctis. Embryo erectus sine albumine.
Lin. Gen. plant, ed. Sehr. n. 693.
N. et F.b. 1. c. p. 33o.
Char.
Populus tremula.
P. Foliis subrotundis denlato-angulatis, aetate utrin-que glabris, novellis ramulisque subvillo-sis; petiolis compressis (glandula didymainstructis).
Benennungen.
Holi. Ratelaar; Trillende populier.Daen. Asp. Aespeträe.
S c b w. Asp.
E n g I. the asp.
Franz. Le tremble.
1 1 a 1. Alberella.
Span. Alamo temblón.
Port. Choupo tremedor.
Russ. Osina.
Poln. Osina.
Boehm. VVosyka.
Die Zitterpappel ist durch ganz Europaverbreitet; sie bildet oft nur einen grofsen Strauch,wächst aber auch zu einem grofsen schönen Baumvon 5o — 60 Fufs Höhe heran und erreicht ein Al-ter von 50 und mehrern Jahren. Die Aeste sindabstehend, fast horizontal. Das Holz ist weifs undleicht. Die Rinde des Stammes ist grünlich—grau,glatt und nur im Alter rissig ; die Rinde der vor—
Spec.
Lin, Fl. Suec. p. 8 tg.
Willd. Spec. pl. IV. p. 8o3, — Baumz. p. 228 .
Roth. Fl. Germ. II. p. 533.
Bluffet Fingerh. Comp. Fl. Germ. II. p. 38<>.
Reich. Flora excurs. p. 173 .
Dec. Fl. franc, n. 2102 .
Sm. Fl. Britt, p. 1081 .
Borkh. Forstb. p. 53o.
Geiger Pharm. Bot. p. 1742 .
Brandes Arch, der Pharm. XXXVI.
N, et Eb. 1. c. 111. p. 524.
jährigen die Blüthen tragenden Zweige, ist dunkel-grau und ebenfalls glatt, die der jüngsten mehrgrün. Die Bliithenknospen sind eiförmig, schön-braun und glänzend.
Der männliche Baum bringt im erstenFrühling, lange vor den Blättern, seine über zweiZoll lange Blüthenkätzchen ; die rostfarbigen Deck-schuppen sind in fünf lang zugespitzte, mit sehrlangen weifs en Haaren bekleidete Zähnegespalten. Die becherförmige etwas gestielte Blü-thenhülle (der Kelch) ist glatt und trägt acht Staub-gefäfse mit dünnen gekrümmten Staubfäden undgrofsen rothen zweifächerigen Antheren.
Bei der weiblichen Pflanze stehen dieKätzchen zu drei oder fünf nahe an der Spitze derkurzen Seitenästchen; sie werden an drei Zoll lang.Ihre Deckschuppen sind in fünf lang zugespitzteAbschnitte gespalten, in der Mitte braunroth undmit sehr langen weifsen Haaren besetzt. Die Axedes Kätzchens ist behaart. Die gestielte becher-förmige Blüthenhülle ist schief-abgestutzt,glatt, und umgiebt den Grund des Fruchtknotens.