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Icones plantarum medicinalium oder Sammlung officineller Pflanzen : mit lithographirten Abbildungen und Beschreibungen ; ... mit 120 Taf.
Entstehung
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men sind, sehr klein und in einem aus sehr zartenweifsen Haaren bestehenden Haarschopf (coma)eingehüllt.

Die Blätter sind bei dem ersten Erscheinenauf beiden Seiten seidenartig behaart, später wer-den sie oben fast glatt, bleiben unten blafs grau-lich und schwach behaart.

Im ganz erwachsenen Zustande (im Sommer)sind sie lanzettförmig sehr lang zugespitzt, mitschwachen Sägeziilinen besetzt, die am Grund drü-sig sind ; die obere Seile ist grün aber schwach-seidenartig behaart, die untere ist blafs graulich-grün und stärker mit anliegenden Haaren besetzt.Die jüngsten Zweige sind auch in diesem Zustandschwach behaart, grünlich- oder gelblich - grau.

Auch von dieser Art wird die llinde der drei-und vierjährigen Aeste gesammelt; sie ist bitterund adstringirend, aber etwas minder aromatischals die der Salix pentandra.

ln dieser Art wurde zuerst von Fontana undBuchner das Salicin entdeckt, das krystallinischeWeidenbitter, weshalb diese Gattung jetzt für dieMedicin von so besonders hoher Wichtigkeit ist.

Es ist dieses Alcaloid mit Gerbestoif, braunemGummi, etwas Wachs, Fett und einem gelben Ex-tractivstolf verbunden.

Salix vitel

(Die gelbe oder

Char.

Salix vitellina W.

S. Foliis lanceolatis supra glabriusculis subtus glauces-ceutibus sericeis serratis, petiolis pubescentibus,amentis coetaneis, germinibus sessilibus glabris,stigmatibus sessilibus bifidis, ramulis titcllinis

Salix alba var vitellinaSalix vitcllina

Bene n n u n gen.

II oli. Geele wilg.

Engl. the yellow willow.

Franz. le franc-osier.

1 1 a I. Vinco.

Span. Mimbrero.

Port. Vimeiro.

liuss. Werba.

Diese Art hat mit der vorhergehenden gleichesVaterland, (doch findet sie sich nicht in Schweden),und wird wegen ihrer zähen und schönen Zweigevorzugsweise cultivirt.

Sie ist der weifsen Weide aufserordentlich ähn-lich und nur in folgenden Merkmalen verschieden.

Der Stamm ist gewöhnlich strauchartig, selt-ner baumartig.

u

Die Rinde der Zweige ist besonders imWinter und Frühling sehr schön gelb; nachder Entfaltung der Blätter geht diese Farbe mehrin grünlich-gelb über.

Die weiblichen Kätzchen sind etwas längergestielt, ihre Schuppen sind blässer, länger, stärkergewimpert.

Die Fruchtknoten sind etwas deutlicher gestielt.

Die Blätter sind im ausgewachsenen Zustandauf der oberen Seite so schwach behaart, dafs dieHaare mit blofsenr Auge kaum sichtbar sind.

Auch in der Rinde dieser Art ist das für dieMedicin so höchst wichtige S a 1 i ci n enthalten. Wirhaben es daraus selbst und zwar ohne Anwendungvon essigsaurem Bleioxyd dargestellt und glauben,

Abbildungen.

Hoffm. Sal. tab. 7. 8. 24.

Guitnp. et Willd. Deutsche Holzarten lab. 197.

Erklärung der Tafel.

1. Ein Zweig mit weiblichen Blüthen.

2. Ein anderer mit männlichen Blüthen.

3. Ein Zweig mit Blättern.

4-5. Zwei Blätter mit der Behaarung, wie sie un-ter der Lupe erscheinen.

6. Ein junges Blatt.

7. Ein Stückchen vergröfsert.ß. Ein weibliches Kätzchen.

9. Ein Stück eines männlichen Kätzchens, starkvergröfsert.

10. Die Schuppen.

11. Die Staubbeutel.

12. Ein Frnchtknoten.

13. Eine Schuppe. (Alle diese Figuren von 10. anebenfalls vergröfsert. )

14. Ein fruchttragendes Kätzchen.

15. Eine geöffnete Kapsel mit den Saamen, starkvergröfsert.

16. Ein Saamen mit dem Haarschopf.

17. Derselbe ohne diesen.

lina Willd.

Dotter -W eitle.)

Spec.

Willd. Spec. pi. IV. p. 668.

Baumz. p. 435.

Koch Comm. p. 16.

Bluff et Fing. Comp. II. p. 302.

Dec. Fl. Fr. n. 2072.

Sm. Fl. Britt, p, io5o.

Geiger Pharm. Bot. p. i7o8.

N. et Eb. 1. c. p. 329.

dafs es in dieser Rinde in noch reichlicherer Quan-tität als in der der Salix fragilis und S. Rus-seliana und vielleicht auch reichlicher als in derSalix alba enthalten sein möchte. Ueber die Dar-stellung des Salicins und seine Eigenschaften müs-sen wir übrigens auf die vielseitigen Verhandlungendeshalb in den neueren Journalen aufmerksam ma-chen. Am bittersten erscheint uns die Rinde undauch die Blätter der Salix monandra Hoffm.,weshalb wir auch diese Art in einer folgenden Lie-ferung dieses Werks aufnehmen werden.

Abbildunge n.

Hoffm. Salices 5 y. tab. 12. fig. 1. 2. 3. tab. 24. fig 1.G ui mp. et Willd. Deutsch. Holzarten tab. 166.

Erklärung der Tafel.

1. Ein Zweig mit weiblichen Blüthen.

2. Ein Zweig mit ausgewachsenen Blättern.

3. 4» Die Blätter mit der Behaarung.

5. Ein junges Blatt.

6. Ein Stück desselben vergröfsert.

7. Ein männliches Kätzchen in natürlicher Gröfse.

8. . Eine Schuppe mit zwei Staubgefäfsen.

9. Derselbe, von der Seite gesehen.

10. Die Schuppe, noch mehr vergröfsert.

11. Ein weibliches Kätzchen in natürlicher Gröfse.

12. Ein Stück desselben, vergröfsert.

13. 14. Die Fruchtknoten mit den Schuppen, nochmehr vergröfsert.

15. Ein fruchttragendes Kätzchen in natürlicher Gröfse.

16. Eine reife Kapsel, stark vergröfsert.

17. Der Saamen mit dem Haarschopf.

18. Derselbe ohne diesen.