Es darf billig Wunder nehmen, dan dir durch seineverschiedenen Aemter so unerhört in Artspruch genommeneMann dabei muh immer Zeil eu umfangreichen Wissenschaft«liehen Arbeiten eu finden wusste, Dieselben erschienen iheilsin besonderen Büchern, theils in den Abhandlungin der kgl,bayerischen Akademie der Wissenschaften, in welche Hane-berg schon 1848 als ordentliches Mitglied aufgenommen war.
Im fahre 1861 machte er eine wissenschaftliche Reisenach Tunis und Algier, 1864 eine ebenfalls cum Theil ge-lehrten Zwecken dienende Wallfahrt nach dem gelobtenLande. 1865 wurde er durch die Ernennung cum Ehren-mitglicdc der theologischen Facultät zu Wien ausgezeichnet,in demselben Jahre als bewährter Kenner des Orients tumConsultor der in Rum neu constituirten Congregation fürdie orientalischen Riten ernannt, i< s <io durch Verleihung desCivil-Verdienstordens der bayerischen Krone in den per-sönlichen Adelsstand erhoben.
Inzwischen war aber das Stift St. Bonifa« schon längstnicht mehr im ungefährdeten Besitze seines hochverehrtenAbtes geblieben. Weithin war der Ruf von seiner Fröm-migkeit und MiUle, seinem Seeleneifer und seiner Gelehr-samkeit gedrungen, und an mehr als einer Stelle war mandeshalb wiederholtbemüht, den M um für einen noch grösserenund höheren Wirkungskreis zu gewinnen,
Als Bischof Arnold) von Trier (864gestorben war, wähltedas Trier'srhe Domcapitel den berühmten Abt von St, Bo-nifaz zu dessen Nachfolger; er leimte ab. Als der KölnerI [irtensluhl 1865 durch das l linscheiden des Cardinais < reisseierledigt war, dachte man ebenfalls in erster Linie an Hane-berg als neuen Erzbischof; auch diese Wünsche wurdennicht erfüllt. Und als ein Jahr darauf der Sitz des hl, Willi-bald zu Eichstätt durch den To<J des greisen BischofesOettl verwaist wurde, bestimmte der jugendliche König von