und wurde schon 1841 /um ausserordentlichen und 1644zum ordentlichen Professor dieser Fächer befördert. Gleich-seitig verwaltete er eine Reihe von Jahren mit grossemErfolge das Amt des Universitätspredigers and wirkte; soeifrig als segensreich für Männer und Frauen der höchstenwie der niedrigsten Stände als Beichtvater und Suelenführcr.
\ on früher [ugend an dem klösterlichen Leben zugeneigt,tr.it Haneberg im Herbste des Jahres 1850 als erster NovizeIn das neu gegründete und seinem Studienfreunde Paul Birkerzur Leitung anvertraute Benedictinerstift St. Bonifaz zu Mün-chen und legte liier im folgenden Jahre die Ordensprofessab, wobei er den Namen Bonifacius erhielt.
Als drei Jahre darauf A.bt Birker sich veranlasst sah, aufsein hohes Amt zu resigniren, wussten die Conventualen vonSt. Bonifaz unter ihren Ordensgenossen Niemand zu finden,der ihnen zur Uebernahme der gerade unter den damaligenVerhältnissen besonders schwierigen Bürde befähigter undwürdiger erschienen wäre, als einer der jüngsten ihrer Mit-brüder,Pater Bonifacius. So wühlten sie ihn am 4.T)ctober1854 zum Abte, und am St.Josephstage des folgenden Jahres,den ii). M;irz [855, wurde er als solcher durch Abt GzegorScherr von Metten, den jet'igen Erzbischof von München,benedicirt und infulirt.
Auf besondern Wunsch der geistlichen und*\veltlichen Be-hörde hatte Haneberg auch im Ordensgewande »eine Vor-lesungen ander Universität noch fortgesetzt. Vi>ndenselbenmassgebenden Persönlichkeiten Hess er sieh jetzt bewegen,
seinem Lehramt aueh als Abt noch treu ZU bleiben, wiewohl
ihm durch die Oberleitung des grossen Stiftes, durch dieGründung und Ueberwachung der Waisenanstalt im KlosterAndechs, sowie durch angestrengte Thätigkeit auf der Kanzelund im Beichtstuhle eine Menge neuer Arbeiten erwachsenwaren.