ancratius von Dinkel,
ilisrltof bon „Augsburg,
wurde am 9. Pebruar iSn su Staflelstein,ein. 'in Städtchen der Erzdiöcese Bamberg,geboren, Seim: Eltern führten dort neben ihrer Oekonomieeine bescheidene Gastwirthschaft, Noch nicht neun Jahrealt, verliem er schon das Vaterhaus, um durch einen geist-lichen Verwandten die weitere Ersiehung und Vorbereitung
für die Studien zu erhalten. Diese selbst, und /war sowohl
die Gymnasial - Studien wie die philosophischen und theo-logischen Curse, legte er mit ausgezeichnetem Erfolge inden fahren 1822-33 ausschliesslich an der königlichen Stu-dienanstalt |n Bamberg zurück und wurde hier am 31, Au-gust 1H34 zum Priester geweiht.
Gleich darauf als Caplan in Forchheim angestellt, wirkteer liier neun Jahre, bis ihm 1843 das eben so schwierigeals wichtige Amt des katholischen Pfarrers für die Univer-sitätsstadt Erlangen und deren Umkreis anvertraut wurde.Die Pfarrgenossen, von einer ganz überwiegend protestan-tischen Bevölkerung fast erdrückt, waren weit zerstreut;die Organisation der Pfarrverhältnisse Hess noch nahezuAlles zu wünschen; insbesondere musste ein Pfarrhaus ersterworben, eine Pfarrkirche neu gebaut werden; dazu kamdie Geist und Gemüth in gleichem Maass in Anspruchnehmende Obsorge für die katholischen Pfleglinge in derneuerrichteten Irrenanstalt; und zu allem Ueberllusse machtein der Revolutionszeit auch Johannes Ronge den Versuch,ob sich in Erlangen aus den vom Indilferentismus mehrfachangefaulten Elementen nicht eine „deutschkatholische" Ge-meinde bilden lasse.