Sd wurde Andreas Raess am 14. Deccmber 1840 vonGregor XVI. als Bischof von Rhodiopolis i.p. und Coadjuturdes Strasshurger Oberhirten präconisirt und am i|. I'cbruai1H41 im Münstct zu Strasshurg durch seinen Metropoliten,den Krzbischof Mathieu von Bcsanvon, feierlich consecrirt.Zwei Jahre lang stand er seinem Oberhirten noch nur Seite;dann wurde dieser ran Gott aus dieser Zeitlichkeit abberufen,und Raess übernahm nunmehr, am -'7. August 1843, alswirklicher Bischof von Strassburg den altehrwürdigen, wich-tigen, aber auch schwer eu führenden Hirtenstab des heiligenVmandus.
Seitdem sind nun Bchon Aber dreissig Jahre verflossen,und die allgemeine Liebe und Verehrung) wie de sichnamentlich bei Gelegenheit des goldenen Priester- und sil-bemen Bischof-Jubiläums im |. 1866 von Nah und Perukundgab, mag deutlicher all alles Andere beweisen, wiesegensreich Bischof Raess für Beine Diöcesc wirkte.
Im Spätherbst 1860, ging er zum Vatieanischen Concilnach Rom. Kaum von dort surückgekehrt, emptingen ihnalle Schrecken des eben ausgebrochenen Krieges, und eswird unvergessen bleiben, was der 76jährige Greis wahrendder Belagerung und nach derselben opferfreudigen Muthesfür seiiu: Stadt, seine Kirche und si'in Land gethan, erflehtund erwirkt hat.
Schon früh zum Dr. theo), creirt, winde Raess spätetauch cum päpstl. Thronassistenten und römischen Grafen,zum Offizier der französischen Ehrenlegion, wie zumCom-mandeur des ftsterr, Leopold- und des Zähringer Löwen-Ordens ernannt. Die Literatur bereicherte er noch in seinemhohen Alter mit dem zehnbändigen Quellenwerke über dieConvertiten seit der Reformation.