hal im Vereine mit Weiss lange Jahr« die Redaction besorgtimil bis cum fünfzigsten Bande regelmässig für das Blattgearbeitet,
Inzwischen war nach Colmar's allzufrühem Tode (1818)nrul mehr als zehnjähriger Sedisvucanz im |ahrc 1829 derKrciburgcr Domdekan |<>s< | >l» Vitus Burg auf den MainzerBischofsstuhl erhoben, und gleich nach seiner Thronbe-steigung sprach derselbe die Absicht aus, die theologischeLehranstalt im l'rii'strrscininar ku Gunsten der innen kathol.-theologischen Facultät in Giessen eingehen eu lassen unddas Knaben-Seminar ganz aufzuheben. Solche Pläne muss-ten es einem Manne wie Raess Behr erleichtern, auf den Rufdis Bischofs de TriSwrn um Strassburg in seine Heimathzurückzukehren und nach kurzer Verwaltung der neuenTheologenschule in Molsheim i. J. 1830 als Supcrior an die
Spitze des grossen Seminars in Strassburg KU treten. Aussei
der Dircction übernahm er noch die Professuren der Dog-matil« und der Homiletik, nahm an den Verhandlungen desDomcapitels, in welches er gleichzeitig aufgenommen war,regen \ntheil, betheiligte sieh auch an der Diöcesan-Ver-waltdng, und setzte daneben seine vielfachen literarischenPublicationen stetig fort
Erst nach sechs Jahren (1 h jo) erhielt er durch Dispen-sation von seinen Seminarämtern einige Arbeitserleichterung;doch sollte dii'se relative Müsse keine fünf jähre dauern.Denn der ehrwürdige, aber vom Alter gebeugte Bischof deTrevem hatte, nachdem der kaum ernannte WeihbischofAnre ihm durch den Ruf nach Pari-, sofort wieder entzogen
war, den Domcapitular Raess zu seinem Coadjutor cum jure
Niiccedendi ausersehen, und der apostolische Stuhl, welcherschon früher die Erhebung des hochverdienten Mannes aufden Mainzer Stuhl gewünscht hatte, entsprach jenem Wunschemit Freuden.