"22 Kritifclie Verfuchs.
keit diefer Frage fo wenig eingefallen, und dafsman nicht einmal einige Verfuche, diefelbe aufzu-löfen, bei ihnen antreffe. Er-bemerkte mit Recht,dafs Geh die mehreften Erkenntniffe der Menfchenauf die Vorausfetzung einer allgemeinen urfachli-clien Verknüpfung in der Welt gründeten. ,Werauf einer wüften Infel eine Uhr oder andre Ma-fchinen und Gebäude findet, fchliefst mit dervollkommenften Gewifsheit, dafs Menfchen dafelbftgewefen find. Eine deutliche Stimme, eine ver-nünftige Rede in der Finfternifs überzeugt uns vondem Dafeyn eines Menfchen u. f. w. Er bemerkteferner, dafs wir die beftimmten Urfachen undWirkungen fämmtlich durch Erfahrung kennen ler-nen. Kein Menfch, und wenn er auch die aller-gi'öfsten Talente von der Natur empfangen hätte,aber dabei ohne Erfahrung wäre, würde aus demblofsen Anblicke des Waffers fchliefsen können, dafses einen Menfchen erfticken, oder aus dem Anbli-cke des Getraides, dafs aus demfelben Mehl undBrodt zubereitet werden, und dafs ihm folches zurNahrung dienen könnte u. f. w. Aber worauf grün-det Geh unfre Ueberzeugung, dafs diefelbigen Gegen-ftände, wenn Ge wieder erfcheineir, diefelbigen Ge-genftände nach Geh und vor Geh haben werden,dafs alle- Dinge in der Welt jederzeit Urfachen undjederzeit Wirkungen find, und dafs diefelbigen Ur-iachen auch immer diefelbigen Wirkungen hervor-bringen werden? Hume zeigt mit der gröfstenEvidenz i) dafs der Satz des Widerfpruchs nicht der
Grund