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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
717
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Vierter Verfucli.

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Gröfsen konftruire, und durch An fcliaiuuigdie Gleichheit und Ungleichheit diefer Gröfsendurch Hülfe des Verbundes vergleiche. Da dietesMannigfaltige durch die Sinnlichkeit ganz gegebenift, und da finnliche Gegenltände fo geordnet fev, 11muffen, wie es diele können erfodern, io leuchtetdie Gewifsheit der Mathematik daraus ein.

3. lhinie behauptet, der Glaube und dieUeberzeugung fey nichts als die Lebhaftigkeit einesBegriffs, und er beruhe nicht auf Vernunftgründen,fondern auf Gewohnheit, Erziehung, Leidenfchaftund Erfahrung; wir haben gezeigt, dafs fich vonjeder Ueberzeugung ein Vernunftgrund müffe ange-ben lallen, und dafs jene Umftände nur um des-willen Glauben erzeugen können, weil fie fo oftvernünftige Gründe der Ueberzeugung enthalten,dafs fie aber nur unter folchen Umftänden mit RechtGlaube erzeugen, wenn fie die Prüfung der Ver-nunfL aushalten.

4. Ein me behauptet, alle philofophifche Ge-wifsheit beruhe nur auf einer Analyfis der Begriffenach dem Satze des Widerfpruchs; alles Uebrigefey grölfere oder kleinere Wahrfcheinlichkeit. Wirhaben gezeigt, dafs es noch eine Art der Ge-wifsheit gebe, die mit denjenigen Gefetzen verbun-den ift, ohne welche keine Erfahrung als mög-lich gedacht werden kann, und dafs der Satz derKauffalität, bei welchen Hume fo grofse Schwie-rigkeiten fand, nebft noch vielen andern, dieeben diefe Schwierigkeiten bei fich führen, ob fie

gleich