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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Vierter Verfuch.

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jekte gehören, aus der Natur des Erkenntnifsver-mögens erkennen, aber diefe betreffen doch nurdie Art und Weife ihres Dafeyns überhaupt, wel-che ebenfalls durch das Objekt felbft, obgleich je-nen allgemeinen Gefetzen gemäfs', beftimmt wird.So wiffen Avir zAvar a priori, dafs ein Gegenftandunfrer äufsern Sinne und unfers Verftandes imRaume feyn müffe, dafs er ein Mannigfaltiges, daszur Einheit zufammenftimmt, enthalten, dafs die-fes Mannigfaltige mit einer Qualität verfehen feynmüffe u. f. av. Aber Avie grofs der Raum fey, dendas Objekt erfüllen Averde, Avie viele Theile fich indemfelben unterfcheiden laffen, auf Avelche befon-dern Sinne und mit Avelchem beftimmten Grade vonKraft feine Qualitäten wirken werden, was es fürUrfaclien und Wirkungen begleiten u. f. w., von al-le dem läfst fich nichts a priori wiffen, fondernes Averden alle diefe Umftände durch das Objektfelbft a pofteriori beftimmt. Alfo nicht nurdie materiellen Befchaffenheiten, fondern auch dieformellen, in fo fern fie erft durch jene beftimmtwerden muffen, können nur a pofteriori er-kannt Averden. Ich kann fo Avenig a priori Avif-fen, ob die Erde die Geftalt einer Kugel habe, Aviegrofs ihr Flächen - und Kubikinhalt fey, als ich eswiffen kann, Avelche Metalle, Steine, GeAväffer u.f. w. fie in fich enthalte. Beides mufs ich erft durchErfahrung lernen. Dafs aber die Erde, Avenn esein folches Ding giebt, überhaupt im Raume feyn,dafs fie eine Gröffe, Realität u. f. w. haben müffe,

kann