Dritter Verfu cli.
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Gemöthe liegt, wie können wir uns über-zeugen, clafs es auch in den Dingen ge-gründet fey, welches doch zur Wahrheitder Erkenntniffe gehört? — Ein Einwurf,den diefer grofse Mann felbft mit allen feinenfcharffinnigen Nachfolgern nur durch Hypothefenzu heben wufste, welche, wenn es auf Rechtferti-gung des Nothwendigen und Allgemeinen ankömmt,nie befriedigend feyn können. Locken aberdrückte auf der andern Seite eine nicht minder gro-ise Schwierigkeit. Wenn zuletzt alles in denfinnlichen Eindrücken gegründet ift,konnte man ihm entgegenfetzen; washaben wir'alsdann für ein Recht, unfernErlcenntniffen Allgemeinheit und Noth-wendigkeit zuzufchreiben? Die Reflexion,zu welcher Locke feine Zuflucht nahm, kann ihndoch nie über das Gebiet der wirklichen Er-fahrung hinaus bringen, und ihm alfo nicht einmaleinen Begriff von den Bedingungen einer mögli-chen Erfahrung zuführen, da fle felbft nichts alsEmpfindungsvorftellungen zum Objekte haben kann.Beide aber konnten ohne grofse Schwierigkeitenkeinen Grund für die Realität der Erkenntnifs i'iber-finnlicher Gegenftände finden. Zwar erdachteLeibnitz ein Syftem, wodurch er nicht nur zui'iberfinnlichen Gegenftänden gelangte, fondern dasihm auch felbft in dem Sinnlichen das Ueberfinnli-che zu entdecken fchien; aber das WiJlkührliche,welches ihm zur Grundlage diente, konnte ihm we-der