Zweiter Verfuch.
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überhaupt als ein unleugbares Faktum vorausfetzenkönnen; fo fcheint es doch nöthig zu leyn, die ver-fchieclenen und mannichfaltigen Arten derfelben,welche unfern Befitz ausmacben, aufzuftellen, undihr Dafeyn durch innere Erfahrung zu beweifen.
Wir willen, dafs man allgemein unter dem Aus-druck Erkennen eine Handlung des Gemüthsverfteht, wodurch wir unfre Vorftellungen, auf be-ftimmte Gegenftände, die von diefen Vorftellun-gen felbft vei’fchieden find, beziehen. Wir erken-nen Bäume, Häufer, Sterne, Geifter, Gott u. f. w.wenn wir gewifle Vorftellungen in uns, auf gewiffevon diefen Vorftellungen verfcliieclenen Gegenftän-de beziehen, c!. h. fie als in ihnen enthalten vor-ftellen. Wir bemerken, dafs mit dem Erkenneneine Gemüthsveränderung, oder ein Bewufstfeyn ei-nes beftimmten Gernüthszuftancles verknüpft ift, wel-cher von der Beziehung der Vorftellurig auf denGe-genftand als einer Handlung der Seele fehr unter-fchieden ift, denn wir finden, dafs cliefes Bewufst-feyn eines beftimmten Gemiithszuftandes oft ganzallein da ift, ohne dafs eine Vorftellung dadurchauf einen Gegenl’tand bezogen wird. Diefe Wahr-nehmung des Gemüthszuftandes, wird Empfin-dung genannt, und ift zwar mit der Erkenntnifsverknüpft, fie felbft aber ift nicht Erkenntnifs, obfie gleich ein Objekt einer Erkenntnifs werden kann.In fehr vielen Fällen ift die Aufinerkfamkeit auf denGemüthszuftand gar nicht gerichtet, fondern alleinauf das Objekt, wiewohl eine Gemüthsveränderung
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