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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Erfter Verfuch.

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durch feine Schlufsreihe die Vernunft durch fichfelbft vernichtet zu haben ; fo mufs man wenigftensgeftehen, dafs er regelmäfsig zu Werke gegangenjft. Keine Neigung, keine Furcht vor gefährlichenKonfequenzen, kein Intereffe macht ihn von derftrengen Befolgung der logifchen Principien abwen-dig, und wenn Wahrheitsliebe eine ftarke Neigungift, nichts einzuräumen, was den oberften für wahrgehaltenen Grundfätzen widerfpricht, und alles oh-ne Scheu zu folgern, was mit ihnen auf eine noth-wendige Art zufammenhängt, fich durch keineGewohnheit, durch kein Anfehn und felbft nichtdurch das heiligfte und angelegentlichfte Intereffeder Menfchheit beftimmen zu laffen, etwas für wahrzu halten, was mit den oberften für wahr gehal-tenen Grundfätzen, im Widerfpruche fteht; wennalle cliefe Eigenfchaften Zeichen einer ächten Wahr-heitsliebe find, fo ift fie, wie mich dünkt, bei deinVerfaffer des zu prüfenden Werks in einem felirhohen Grade anzutreffen. Wenn Hu me Unrechthatte, fo täufchte er fich felbft; es war feine Ab-ficht nicht, Andre durch Sophismen irre zu führen.Ich finde in dem ganzen Werke nichts, worausfich mit Sicherheit fchliefsen liefse, dafs ihn blosdie Liebe zum Sonderbaren getrieben, dafs er alleinRuhm und nich't Belehrung gefucht habe. Ich fin-de nicht, dafs die Gegner, deren Schriften ihm zuGeficht kamen, fo gefchrieben haben, dafs ihn ih-re Vernunftgründe hätten von dem Gegent.heileüberzeugen können. Auch haben alle Philofophen,

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