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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
527
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Von andern philofoph. Syftemen. 5-7

meinen fpekulativen Uebungen folgen. Wonichl:,fo gehe er feiner Neigung nach, und warte bis dieLuft und der gute Humor Avieder kömmt. Wei-che Philofophie auf diefe forgenlofe Art ftudiert, be-trägt lieh eher wie ein tvahrer Skeptiker, als einer,der in fich eine Neigung dazu fühlt, und doch fomit Zweifeln und Skrupeln überladen ift, dafs erdas Zweifeln felbft Aviedermn ganz und gar verwirft.Ein wahrer Skeptiker Avircl eben foAvohl ein Mifs-trauen in feine philofophifchen ZAveifel, als in feinephilofophifche Ueberzeugung fetzen; und Avircl ei-nen guten Grund, der fich ihm anbietet, und der ihmin diefer oder jener Riickficht Befriedigung fchaffen.kann, nie von fich weifen.

Und es ift nicht nur erlaubt, bei den gründlich«ften philofophifchen Unterfucliungen, ohnerachtetunfrer fkeptifchen Principien, überhaupt unfrer Nei-gung zu folgen, fondern Avir muffen uns der Leitungdesjenigen Hanges überlaffen können, der uns beigewifien Stücken dem Pofitiven und GeAviflengeneigt macht, nach dem Lichte, in welchem Avirin diefem oder jenem befondern Falle fehen.Es ift leichter, alle Prüfung und alle Kritik auszuhal-ten, als uns bei einer fo natürlichen Neigung imZaume zu erhalten, und fich gegen denjenigen Bei-fall zu bervachen, Avelclier allemal aus einer genauenund vollftändigen Betrachtung des Objekts entl'teht.Bei einer folchen Gelegenheit find wir nicht nur auf-gelegt,