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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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525
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Von andern philofoph. Syftemen. 525

Gedanken nicht felir weit über fiolche Dinge hinausgegangen find, welche ihre Sinne täglich empfinden.Aus folchen mag ich in der That keine Philofoplienmachen, und von ihnen läfst ficli nie erwarten, dafsfie uns auf diefen Wegen der Nachforfcliung beglei-ten, oder diele Entdeckungen nur mit anhörenwerden. Sie thun fehr wohl, wenn fie ficli ftets inihre gegenwärtigen Lage einfchränken; und anflattdafs ich wiinfchen füllte, fie zu Philofoplien zu ver-feinern, wünfchte ich vielmehr, ich könnte unfernErbauern der Syfteme einen Theil von diel'em gro-ben erdichten Phlegma inittlieilen, alsein Ingre-dienz, woran es ihnen nur allzuoft fehlt, und wel-ches dazu dienen würde, die Feuertheilchen zu-fsigen, aus welchen fie zufammengefetzt find. Solange es einer warmen Einbildungskraft geftattetwird, fich in die Philofophie zumifchen, fo langeman Hypothefen nur deswegen zuläfst, weil fie fchönund angenehm find, können wir nie zu feften Prin-cipien oder zu Grundfätzen gelangen, die mit dergemeinen Handlungsart und Erfahrung zufatnmen-palfen. Sind aber diefe Elypothefen einmal wegge-fchaft, fo möchten wir noch eher hoffen könnenein Syftem, oder einen Inbegriff von Meinungenfeftzufetzen, welche, wenn fie auch nicht wahr find,(denn diefes möchte wohl zu viel gehofft feyn) dochwenigftens für das rnenfchliche Gemiith befriedigendwären, und die Prüfung der fchärfften Kritik aushal-ten möchten. Und diefes Ziel irgend einmal zu er-

rei-