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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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522
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522 Ueber die menfcliliclie Natur.

fes nicht timt, cla kann fie lieh nie rühmen, auf unszu wirken.

Wenn ich nun cles Vergnügens und der Gefell-fchaft müde bin, und mich eine Zeitlang einerTräumerei in meinem Zimmer, oder auf einemeinfamen Spaziergange am Ufer eines Fluffes, iiber-laffen habe, fo fühle ich, wie lieh mein Gemütliwieder fammelt und ftark wird, und werde vonneuem geneigt meinen klick auf alle die Mate-rien zu richten, über welche ich mich beim Lefenund im Umgänge fo oft geftritten habe. Ich kanndieBegierde nicht los werden,mit den Gründen desfiltliclicn Guten und Büfen, mit der Natur und demGrunde der Regierung, und der Urfache der ver-fchiedenen Neigungen und Leidenfchaften, welchemich regieren, bekannt zu feyn. Ich werde mifs-muthig, wenn ich denke, dafs ich etwas billigeund etwas mifsbillige, ein Ding fchön, das andrehäfslich nenne; über Wahrheit und Falfchheit,Weisheit und Thorheit entfeheide; ohne zu wiffen,nach welchen Principien ich verfahre. Ich werdeüber den Zuftand der gelehrten Welt beftürzt, diein einer fo kläglichen Unwiffenheit über alle diefePunkte liegt. Der Ehrgeiz treibt mich aufzuftehenund zum Unterricht des Menfchengefchlechts et-was beizutragen, und mir durch meine Erfindun-gen und Entdeckungen einen Namen zu machen.Diefe Gefinnungen entftehen natürlicherweife in

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