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Ueber die m e nfchli die Natur»
genau für das 211 halten , Was (ie mir in der Er-fcheinung zu feyn fcheinen. Die Erfahrung ift eiaPrincip, das mich von den verfchiedenen Verbin-dungen der Objekte aus der Vergangenheit unter- 1richtet. Gewohnheit ift ein anderes Princip, wel-ches mich beftinnnt ein gleiches in der Zukunft zuerwarten, und beide wirken vereiniget auf die Ein-bildungskraft, und machen, dafs ich gewiffe Be-griffe ftärker und lebhafter denke, als andre, wel- 'che nicht von folchen vortheilhaften Umftänden be-gleitet find. Ohne diefe Eigenfchaft, wodurch dasGemüth einigen Begriffen mehr Leben giebt, alsden andern (welches dem Scheine nach fo gering*fügig und fo wenig in der Vernunft gegründet ift)könnten wir niemals einem Beweife Beifall geben,und unfre Erkenntnifs könnte lieh nie über diejeni-gen wenigen Objekte hinaus erftrecken, welche un-fern Sinnen gegenwärtig find. Ja felbft diefen Ob-jekten könnten wir nicht einmal eine andre Exi-ftenz zufchreiben, als die von den Sinnen abhinge;und wir miifsten fie ganz in der Succeffion der Vor-ftellungen begreifen, welche unfer Selbft oder un-fre Perfon ausmacht. Ja noch mehr, felbft diefeSucceffion anlangend, könnten wir nur folche Vor-ftellungen zulaffen, welche unferm Bewufstfeyn un-mittelbar gegenwärtig find, und jene lebhaften Bil-der, die uns das Gedächtnifs vorftellt, könnten niefür wahre Gemälde der vergangenen Vorftellüngenangenommen werden. Das Gedächtnifs , die Sin-ne und derVerftand find alfo fämmtlich auf die Ein-
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