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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
510
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5.10 Ueber die menfchliche Natur.

Verbeffern, bringt mich faft zur Verzweiflung; fodafs ich mich entfchliefsen möchte, lieber auf die-fem dürren Felfen, auf welchem ich mich gegen-wärtig befinde, ürazukommen, als mich dem eren-zenlofen Oceane anzuvertrauen, der ins Unermefs-liche dahin ftrömt. Diele fchnelle Anfchauung mei-ner Gefahr erfüllt mich mit Schwermuth; und daes keiner Leidenfchaft mehr als dlefer eigen ift, ihnnachzufehen , fo kann ich nicht umhin , meine Ver-zweiflung mit allen den kleinmiithigert Beobachtun-gen zu nähren, welche mir die gegenwärtige Mate-rie in fo großem Ueberfluffe herbeiführt.

Eritlich erfclireckt und verwirrt mich diefeVerfallene Einöde, in welcher ich mich mit meinetx Philofuphie befinde, und wo ich mir wie ein frem-des, ungefchlachtes Ungeheuer Vorkönlme, das derGefellfchaft ganz unfähig aus aller Genieinfchaftder Menichen vertrieben ift, und ganz veriaffeü undungetröftet bleibt. Umfonft will ich Unter den grof-fen Haufen rennen, um Schutz Und Wärme zu fli-ehen; ich kann mit diefer Ungöftalt mich Unter ihnnicht wagen. Ich rufe Andre an, fich mit mir zuver-binden, und eine eigne Gefellfchaft mit mir ausziima-chen; aber keiner will mich hören. Jeder hält fichnt der Ferne und lieht mit Entfelzen den Stürm,der von allen Seiten gegen mich wütet,- Ich habemich der Feindfchaft aller Metapliyfiker, Logiker ,Mathematiker und fogar der Theologen ausgefetzt;und darf ich mich inm über die Beichimpfüngeiiwundern, -welche ich erdulden muls? Ich habe er^

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