466 Ueber die menfchliche Natur.
Jie ausgedehnten Objekten einverleibt find, das Gan-ze in dem Ganzen, und das Ganze in jedem Theilaift. Die Ungereimtheit der beiden letzten Voraus-fetzungen beweifst hinlänglich die Wahrheit der er-ftern. Denn es giebt keine vierte Meinung. Dennwas die Vorausfetzung betrifft, als ob fie wie ma-thematifche Punkte exiftirten, fo löfst fie fich in diezweite auf, und nimmt an, dafs verfcliiedene Lei-clenfchaften wie Cirkel geftellt werden könnten,und dafs eine gewifle Zahl von Gerüchen, verbundenmit einer gewilfen Zahl von Tönen, einen Körpervon zwölf Kubikzoll ausmachen könnten; welches,fo bald man es nur fagt, offenbar lächerlich ift.
Aber ob wir gleich nach diefer Art die Dingezu betrachten, nicht umhin können, die Meinungder Materialiften, welche alles Denken mit der Aus-dehnung verbinden, zu verwerfen; fo wird unsdoch ein kurzes Nachdenken einen gleichen Gruncldarbieten, die entgegengefetzte Parthei zu tadeln,welche alles Denken an eine einfache und untheil*bare Subftanz binden will. Die gemeinfte Philofo-phie unterrichtet uns, dafs fich kein äufseres Ob-jekt dem Gemüthe unmittelbar und ohne dieDazwi-fchenkunft eines Bildes oder einer Vorftellung be-kannt machen kann. Jener Tifch, der mir jetzt er-fcheint, ift blos eine Vorftellung, und alle feine Ei-genfchaften find Eigenfchaften einer Vorftellung.Die in die Augen fallendfte unter allen feinen Eigen-iehafteh ift die Ausdehnung. Die Vorftellung be-fteht aus Theilen. Diefe Theile haben eine folche
Lage,