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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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446
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446 Ueber die menfchliche Natur«.

durch leichte Schlüffe zu folgen. Denn wenn die Tö-ne, Farben, Hitze, Kälte und andre finnlichen Ei-genfchaften, vcra dem Piange kontinuirlicher undunabhängiger wirklicher Dinge ausgefchloffen find,fo bleiben uns nur noch diejenigen, die man qua-litates primarias nennt, als die einzigen rea-len F.igenfchaften übrig, wovon wir einen adäqua-ten Betriff haben. Diefe qualitates prima-ri ae find Ausdehnung und Solidität, mit ihren ver-fchiedenen Mifchungen und Modifikationen ; Figur,Bewegung, Schwere und Kohäfion. Die Erzeugung,das Wachfen, Verwelken und die Zerftörung derThiere und Pflanzen, find nichts als Veränderungender Figur und Bewegung; fo wie auch die Wirkun-gen aller Körper in einander, des Feuers, Lichts,Waffers, der Luft, Erde und aller Elemente und Na-turkräfte. Eine Figur und Bewegung bringt eineandre Figur und Bewegung hervor; und es ift in derganzen materiellen Welt weder ein aktives nochpaffives Principium mehr übrig, wovon wir uns denentfernteften Begriff machen könnten.

Ich glaube, dafs fich gegen diefes Syftem vieleEi nwürfe Vorbringen laffen, aber ich will mich jetzonur auf einen einfchränken, der nach meiner Mei-nung völlig entfcheidencl ift. Ich glaube, dafs wir-anftatt die Wirkungen der äufsern Objekte hier-durch zu erklären, fie ganz und gar vernichten, undin die Meinungen des ausfchweifendften Skepti-cil'mus verfallen. Denn, wenn Farben, Töne,Gefchmack und Geruch blofse Vorftellungen find,

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