Von andern philo Foph. Syftemen. 437
und für lieh beftehen können, fondern die ein Sub-jekt cler Inhärenz erfordern, das fie zufammenhal-ten und tragen kann. Denn da wir niemals einedergleichen linnliche Eigenschaft entdeckt haben,wo wir nicht aus obigen Gründen uns auch gleicheinbildeten, dafs eine Subftanz exiftere; fo machtdiefelbige Gewohnheit, welche bewirkt, dafs wirauf eine Verknüpfung zwifchen Urfach und Wir-kung fchlieffien , auch dafs wir hier auf eine Abhän-gigkeit einer jeden Qualität von der unbekanntenSubftanz fcliliefsen. Die Gewohnheit, lieh eine Ab-hängigkeit einzubilden, hat diefelbige Wirkung, alsdie Gewohnheit, fie immer zu beobachten, habenwürde. Indeffen ift diefe Meinung nicht mehr derVernunft gemäfs, als irgend eine von den vorigen.Da eine jede Qualität ein von der andern unterfchie-denes Ding ift, fo kann es auch als insbefondereexiftirend gedacht werden, und kann auch wirklichallein exiftiren , nicht nur abgefondert von jeder an-dern Qualität, fondern auch ohne jene unverftänd-liche Schimäre von einer Subftanz.
Allein diefe Philofophen gehen mit ihren Er-dichtungen noch weiter in ihren Meinungen überdie verborgenen Ei ge nfc haften (qualita-tes occultas) und nehmen eine tragende Subftanzan, die fie nicht verftehen, und ein Acr.idenz, dasgetragen wird, wovon ihr Begriff eben fo unvoll-kommen ift. Das ganze Syftem ift alfo völlig unbe-greiflich, und dennoch hat es in Principien feinen
Grund,